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Elagin Ivan Wenediktowitsch

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Das Leben des Dichters Ivan Elagin ist ein leuchtendes Beispiel für das Schicksal unserer Landsleute im schwierigen zwanzigsten Jahrhundert. Ivan Wenediktowitsch wurde am 1. Dezember 1918 geboren. Sein Vater war ein futuristischer Dichter, und seine Mutter kam ein Jahr nach seiner Geburt in eine psychiatrische Klinik, wo sie viele Jahre später an Hunger starb.

Wenedikt Elagin akzeptierte die sowjetische Macht nicht und brachte seinen kleinen Sohn nach Harbin, wo sie drei Jahre lebten. Nach der Rückkehr in die UdSSR kam Elagin senior ins Gefängnis, und der zukünftige Dichter lebte mehrere Jahre als Obdachloser. Später schloss er die Schule ab und trat in die medizinische Universität Kiew ein. 1937 wählte Ivan Elagin Olga Alexandrowna Steinberg, bekannt in poetischen Kreisen unter dem Pseudonym Anstei, zu seiner Auserwählten. Im selben Jahr wurde sein Vater erneut verhaftet und aufgrund eines gefälschten politischen Verfahrens erschossen, doch Ivan gelang es, einem solchen Schicksal zu entkommen.

1940 traf Elagin auf Achmatowa, las ihr seine Gedichte vor und erhielt positives Feedback. Doch bald begann der Krieg, und der Dichter befand sich mit seiner Familie in der Zone der deutschen Besatzung, wo er weiterhin als Arzt arbeitete. In dem Bewusstsein, dass er nach dem Einmarsch der sowjetischen Armee sofort verhaftet werden würde, verließ die Familie Elagin mit den sich zurückziehenden Deutschen und zog später in die USA.

In Amerika erzielte Ivan Elagin die größten Erfolge: Er erwarb zwei Hochschulabschlüsse an renommierten Universitäten, war als Dozent tätig, arbeitete als Moderator beim Radio „Liberty“ und schrieb ständig Gedichte. Er beschäftigte sich auch mit Übersetzungen, wofür er einen Doktortitel erhielt, und wurde später Professor an der Universität Pittsburgh. Elagins Gedichte wurden in allen russischen Publikationen veröffentlicht, 13 Sammlungen wurden herausgegeben. Er genoss große Popularität unter den russischen Emigranten und sprach selbst begeistert über den weißen Dichter Ivan Savin und andere Exilanten der ersten Welle.

1971 hatte das Auto der Familie Elagin einen Unfall, und alle überlebten. Doch 1985 wurde bekannt, dass der Dichter an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt war. Die Behandlung verschob nur das Unvermeidliche. Ivan Wenediktowitsch starb am 8. Januar 1987 in Pittsburgh, wo er auch beerdigt wurde.

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