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Das Haus Schamil oder die Behandlung von Kriegsgefangenen im Russischen Kaiserreich

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Die Geschichte Russlands ist über Jahrhunderte hinweg untrennbar mit Kriegen verbunden, doch selbst unter den Bedingungen ständiger bewaffneter Konflikte wurde im Russischen Kaiserreich stets ein respektvoller Umgang mit den Besiegten gewahrt. Im 19. Jahrhundert tobte im Kaukasus ein erbitterter Krieg, der mit der Gefangennahme des Imams Schamil und der Unterwerfung des Kaukasus endete. Als Schamil in Gefangenschaft geriet, erwartete er nicht, dass die Sieger ihm so großmütig begegnen würden. Die kaiserliche Armee ließ nicht nur ihren Hauptgegner am Leben, sondern sperrte ihn auch nicht ins Gefängnis, sondern ließ ihn in Kaluga frei.

Im November 1859 kam Imam Schamil in Kaluga an und ließ sich im Haus des örtlichen Kaufmanns Bilibin nieder, das bis heute als „Haus Bilibin“ oder „Haus Schamil“ bekannt ist. Im Januar des folgenden Jahres kam seine Familie nach Kaluga, und sie lebten zusammen mit dem Familienoberhaupt und Dienern in diesem Haus. Schamil konnte frei durch die Stadt spazieren, verschiedene Einrichtungen besuchen und hatte keinerlei Einschränkungen. Acht Jahre lang lebte er in Kaluga und schwor in dieser Zeit Treue zum russischen Kaiser. Später zog er nach Kiew und dann in islamische Länder.

Heute befindet sich im „Haus Schamil“ ein Museum, das eine Ausstellung über den Ersten Weltkrieg zeigt, und das Andenken an den berühmten Gefangenen wird von den örtlichen Heimatforschern sorgfältig bewahrt.

Geo-Punkt

Дом Шамиля или отношение к военнопленным в Российской Империи

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