Das Mietshaus Nummer 24 in der Leontjew-Straße wurde 1899 nach einem Entwurf des Architekten A.A. Meingard im eklektizistischen Stil errichtet. Es war eines von zwei Wohnhäusern, die der Architekt schuf, der hauptsächlich mit staatlichen und öffentlichen Gebäuden beschäftigt war.
Ursprünglich gehörte das Haus dem Leutnant P.P. Nikitin und ging dann an den Eisenbahningenieur R.P. Sablin, der 1888-1889 die Reparatur der Gleise und Gebäude der Rjasan-Kozlov-Eisenbahn leitete.
Im Jahr 1901 zog der Künstler der Kaiserlichen Theater F.I. Schalyapin in das Haus von Sablin ein, wo er bis 1904 lebte. 1902 wurde der Moskauer Kaufmann A.I. Katyk Eigentümer des Hauses und gründete die größte Hülsenfabrik der Welt. Mit dem neuen Eigentümer schloss Schalyapin am 28. Mai 1902 einen detaillierten Vertrag ab, in dem er sich verpflichtete, im Hof keine Haustiere zu halten und darauf zu achten, dass seine Angestellten das Holz an einem dafür vorgesehenen Ort hackten und nicht in den Zimmern, der Küche oder auf den Treppen. Zur gleichen Zeit, in den Jahren 1901-1902, lebte der Komponist S.V. Rachmaninow im Haus.
Das Haus von Katyk wurde die letzte Moskauer Adresse von A.P. Tschechow. Im Mai 1904, schwer krank, verbrachte der Schriftsteller hier mehrere Wochen. Er schrieb seiner Schwester: „Liebe Masha, ich liege immer noch im Bett, habe mich noch nie angezogen, bin nicht hinausgegangen und bin immer noch in dem Zustand, in dem ich war, als du weggefahren bist.“ Trotz seiner Krankheit kümmerte sich Tschechow weiterhin um seine Angelegenheiten und plante ein neues Stück. Freunde besuchten ihn: V. Gilyarovsky, V. Golzcev, N. Telechov. Letzterer erinnerte sich: „Auf dem Sofa, mit Kissen umgeben, nicht ganz in einem Mantel, nicht ganz in einem Bademantel, mit einer Decke über den Beinen, saß ein dünner, fast kleiner Mann mit schmalen Schultern, mit einem blassen, blutleeren Gesicht, so mager, erschöpft und unkenntlich Anton Pawlowitsch.“ Von hier aus reiste der Schriftsteller am 2. Juni nach Deutschland, wo er nicht lebend zurückkehrte.
A.I. Katyk besaß das Haus nicht lange, das dann an L.G. Pyltsova überging und bis 1917 in ihrem Besitz blieb. In der Sowjetzeit wurde das Gebäude weiterhin als Wohnhaus genutzt.
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