Eines der architektonischen Denkmäler des vorrevolutionären Rostow am Don ist das Mietshaus Kostanaewa, das Ende des 19. Jahrhunderts in der zentralen Straße der Stadt, der Bolshaya Sadovaya, erbaut wurde.
Das genaue Jahr des Baues ist unbekannt, aber die Analyse des architektonischen Stils deutet auf die letzte Viertel des 19. Jahrhunderts hin. Solche Gebäude waren für Rostow zu dieser Zeit charakteristisch: zweigeschossig, mit Geschäften im Erdgeschoss und Wohnräumen im Obergeschoss. An die Westwand des Hauses Kostanaewa grenzt das Handelshaus Jablowkows.
Vor der Ankunft der sowjetischen Macht gehörte das Haus der Familie Kostanaewa: Sergej, Matwej, Kirill, Grigorij und Emmanuel. Im Erdgeschoss mieteten verschiedene Handelsunternehmen: das Galanteriewarengeschäft des Handelshauses „Gavrilov A. S. mit S-ми“, das Lebensmittelgeschäft „Br. V. und N. Blandow“, das Geschäft für Gold- und Silberwaren von Dm. Smirnov. Ab 1914 befand sich hier das Handelshaus „Bereschnow G. V. und K“. Es war ein beliebter Ort, an dem die Rostower Waren verschiedener Sorten und Preisklassen erwerben konnten.
Nach der Etablierung der sowjetischen Macht wurde das Gebäude nationalisiert. Zunächst befand sich im Erdgeschoss das Geschäft der Genossenschaft „Alazan“, dann das Geschäft Nr. 8 des Gorkooptorgs und ein Platten- und Grammophonladen. Im Jahr 1959 befanden sich hier das Geschäft Nr. 8 des Gorkooptorgs, das Geschäft Nr. 69 „Igroschka“ des Gorpromtorgs, eine Uhrmacherwerkstatt und eine Juwelier- und Gravurwerkstatt. In den 1990er Jahren waren hier das Geschäft „Buratinо“ und ein Währungsumtauschpunkt untergebracht. Im Laufe der Zeit verfiel das Gebäude, aber heute wurde es restauriert, und im Erdgeschoss befindet sich ein Juweliergeschäft.
Im Oktober 1998 wurde das Mietshaus Kostanaewa als Objekt des kulturellen Erbes regionaler Bedeutung anerkannt und unter staatlichen Schutz gestellt.
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