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Marina Ivanovna Zwetajewa

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Marina Zwetajewa wurde am 8. Oktober 1892 in Moskau geboren. An diesem Tag gedenken die Christen des Apostels Johannes des Theologen, was sich mehrfach in ihrer Poesie widerspiegelt. Ihr Vater, Ivan Zwetajew, war ein bekannter Kunsthistoriker und Philologe, der an der Moskauer Universität lehrte. Dies war seine zweite Ehe, aus der ersten hatte er einen Sohn, Andrei, und eine Tochter, Valeria. Marinas Mutter, Maria Mein, war professionelle Pianistin und Schülerin des berühmten Nikolai Rubinstein.

1894 bekam Marina eine jüngere Schwester, Anastasia. Ihre Eltern, kreative Menschen, vermittelten ihren Töchtern die Liebe zur Kunst. Marina lernte Klavier spielen mit ihrer Mutter und studierte Fremdsprachen und Literatur mit ihrem Vater.

Marina verbrachte viel Zeit mit ihrer Mutter im Ausland, wodurch sie fließend Deutsch und Französisch sprach. Zunächst besuchte sie ein privates Mädchen-Gymnasium in Moskau, dann ein Mädcheninternat in Deutschland und der Schweiz. Mit 16 Jahren begeisterte sich Zwetajewa für altfranzösische Literatur und begann sogar, Vorlesungen an der Sorbonne zu besuchen, schloss ihr Studium jedoch nicht ab.

Der erste Gedichtband von Zwetajewa, „Abendalbum“, erschien 1910. 1912 veröffentlichte sie ihren zweiten Band „Zauberhafte Laterne“ und heiratete Sergej Efron, mit dem sie eine Tochter, Ariadna, bekam. In den Jahren des Bürgerkriegs (1917-1922) wurden Gedichte für Zwetajewa zu einem Weg, ihre Gefühle auszudrücken. Sie schrieb auch Theaterstücke.

1922 zog Zwetajewa nach Berlin, dann nach Tschechien und wieder nach Berlin. In dieser Zeit schuf sie „Das Gedicht des Berges“ und „Das Gedicht des Endes“. 1925 wurde ihr Sohn Georgij geboren. Die Gedichte aus den Jahren 1922-1925 wurden 1928 in dem Band „Nach Russland“ veröffentlicht, brachten ihr im Ausland jedoch keine Popularität. Im Exil fand ihre Prosa mehr Anerkennung.

Die 1930er Jahre waren für Zwetajewa schwierig, und 1939 kehrte sie in die UdSSR zurück. Ihre Tochter und ihr Mann wurden wegen Spionage verhaftet, Sergej wurde 1941 erschossen, und die Tochter wurde 15 Jahre nach den Lagern rehabilitiert.

Am 31. August 1941 nahm sich Zwetajewa das Leben. Sie wurde am 2. September 1941 in Jelabuga auf dem Peter-Paul-Friedhof beigesetzt, aber aufgrund des Krieges blieb der genaue Ort ihrer Beisetzung unbekannt.

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