Jurowo gehörte seit jeher zum Wladimirer Weihnachtskloster. Die erste Erwähnung einer Holzkirche findet sich in den Dokumenten des Patriarchalen Staatsamtes von 1628. Im Jahr 1735 wurde mit Genehmigung des Synodalen Staatsamtes und dank der Bemühungen der Gemeindemitglieder von Jurowo eine neue Holzkirche zu Ehren des Heiligen Nikolaus des Wundertäters errichtet, die die alte, bereits stark verfallene, ersetzte. Die Weihe wurde im selben Jahr von dem Archimandriten des Wladimirer Weihnachtsklosters Pavel durchgeführt.
Die moderne Steinkirche wurde 1823 mit Mitteln der Gemeindemitglieder im klassizistischen Stil erbaut, der für diese Zeit charakteristisch ist. Anhand des typischen Projekts, der kleinen Größe und des Fehlens komplexer ingenieurtechnischer Lösungen kann man annehmen, dass der Bau von den Bewohnern des Dorfes ohne Beteiligung eines bekannten Architekten durchgeführt wurde. Wahrscheinlich wurde das Projekt von der Wladimirer Diözesankonsistenz erhalten.
Das Hauptgebäude des Tempels stellt einen klassischen einstöckigen Quader mit einer massiven achteckigen Lichtkuppel dar, auf der eine sphärische, facettierte Kuppel mit einer Laterne auf einem sekundären Tambour thront. Im Osten wurde eine kleine Apsis angebaut, und im Westen ein geräumiger Speisesaal, der über die Hauptlinie des Gebäudes hinausgeht. Der südliche Seitenaltar zu Ehren des Ikone "Aller Trauernden Freude" wurde 1856 im Speisesaal eingerichtet. Das Ensemble wird von einem dreigeschossigen Glockenturm mit einem offenen Glockenstock abgeschlossen. Das Sockel des Glockenturms ist mit Strebepfeilern verstärkt, und der Eingang zur Kirche befindet sich seitlich, auf der Südseite. Die Kirche ist von einer Ziegelmauer mit dekorativen Türmchen umgeben, die mit gelben bläserischen Engeln geschmückt sind. Der Zugang zum Gelände erfolgt durch die südlichen Tore mit schmiedeeisernen Toren. Die Kirche war in der Sowjetzeit praktisch nie geschlossen.
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