Das Dorf Algassowo begann 1595 mit der Besiedlung, wie in der Kirchenchronik vermerkt. In diesem Jahr entstand der erste Hof, 1597 zwei Höfe, 1598 drei und 1599 wieder zwei. 1676 beschrieb Fürst Wassili Kropotkin das Dorf, in dem 996 Männer lebten und 272 Häuser gezählt wurden. Unter den ersten Bewohnern werden Iwan Glagazin, Foma Muchanow und Lukjan Nasarow erwähnt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts überstieg die Bevölkerung des Dorfes 10.000 Menschen. In Algassowo gab es zwei Kirchen, Läden, eine Schule, eine Post und eine Apotheke, und wöchentlich fanden Märkte und Messen statt. Hier wurden Bögen und Schlitten hergestellt. Der Name des Dorfes hat mehrere Herkunftsvarianten. In den Steuerbüchern von 1674 wird es als Iljinskoe-Algassowo erwähnt. Möglicherweise steht es im Zusammenhang mit den Namen Ali und Gasan oder dem Räuber Algasa, aber am wahrscheinlichsten stammt der Name vom mordwinischen Wort "algaks", was Senke bedeutet. Die Dorfbewohner nahmen an den Aufständen unter der Führung von Stepan Razin und Emelian Pugatschow teil. Von 1928 bis 1959 war Algassowo das Zentrum des Bezirks.
Die Algassowo-Gemeinde ist die älteste in der Tambower Diözese. Die ersten Erwähnungen der Kirche datieren auf das Jahr 1656. Im Dorf gab es zwei Kirchen: die Iljinskaja mit einer Kapelle des Heiligen Nikolaus und des heiligen Märtyrers Dimitri von Thessaloniki. 1778 wurde die Nikolaj-Kirche erbaut. 1857 stellte Bischof Makari Bulgakov fest, dass die Iljinskaja-Kirche baufällig war und befahl ihre Schließung. In den frühen 1860er Jahren wurde der Tempel renoviert, brannte jedoch 1865 nieder. Bis 1870 wurde eine neue steinerne Kirche mit drei Altären erbaut. 1937 schloss der Bezirksrat den Tempel, und 1938 beschwerten sich die Gläubigen bei M. Kalinin über die Maßnahmen der lokalen Behörden. In den 1990er Jahren wurde die Kirche an die Kirche zurückgegeben. In der Iljinskaja-Kirche befanden sich das wundertätige Ikone der Gottesmutter von Kasan und das Ikone der Gottesmutter von Tichwin. Ende des 19. Jahrhunderts initiierte Bischof Antonij Radoneschskij die Restaurierung der alten Ikone. 1910 schmückte der Bauer Gawriil Elagin die Tichwiner Ikone mit einem silbernen Gewand. Leider sind beide Ikonen nicht erhalten geblieben.
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