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Die schreckliche Katastrophe der "Archangelsk"

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Am Samstag, den 7. April 1907, versammelte sich in Petersburg eine riesige Menschenmenge an einem der Anleger, die darauf drängten, auf das letzte Dampfschiff zu gelangen, um schnell nach Hause zurückzukehren. Trotz des Verbots, das Schiff zu überladen, brach die Crew der Dampfschifffahrtsgesellschaft von Alexander Schitow diese Regel und nahm alle Interessierten an Bord. Das Wetter war äußerst ungünstig: Ein starker Wind wehte, dichter Schnee fiel und die Sicht war schlecht. Unter diesen Bedingungen kollidierte das Dampfschiff "Archangelsk" mit einem großen Eisblock.

Der Aufprall war so heftig, dass das Schiff aus der Trägheit auf den Eisblock kletterte und zum Stillstand kam. Infolgedessen flog die Schraube ab, und das Dampfschiff begann schnell nach rechts zu kippen, woraufhin es rasch sank. Die Passagiere, die sich im eiskalten Wasser befanden, versuchten zu entkommen, aber viele ertranken, während sie sich gegenseitig festhielten. Einige schafften es zu überleben, indem sie sich auf Trümmer retteten. Letztendlich kamen über 60 Menschen ums Leben, während nur 13 überlebten.

Nach der Tragödie begann unter dem Druck der Öffentlichkeit eine detaillierte Untersuchung. Es stellte sich heraus, dass bereits Beschwerden gegen den Eigentümer der Firma, Alexander Schitow, eingegangen waren, diese jedoch nicht ordnungsgemäß geprüft wurden. "Archangelsk" hätte nicht auslaufen dürfen, da das Gewicht seines Daches das Gewicht des Rumpfes überstieg, was zu der schnellen Kippbewegung führte. Schitow war jedoch der Meinung, dass auf der kurzen Strecke nichts passieren würde. Ein zusätzlicher Grund für die Tragödie war die Überladung, da das Schiff nicht für eine solche Masse an Fracht und Passagieren ausgelegt war.

Kaiser Nikolaus II. wurde über den Tod der Menschen informiert und spendete den Familien der Verstorbenen 5000 Rubel. Alle Opfer wurden in einem Massengrab auf dem Bolschoj-Ochta-Friedhof beigesetzt. Das Gericht sprach die Crew des Dampfschiffs schuldig, während Schitow mit einer hohen Geldstrafe davonkam.

Geo-Punkt

Чудовищная гибель “Архангельска”

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