Jefim Alexejewitsch und Miron Jefimowitsch Tscherepanow waren russische Ingenieure und Erfinder, die berühmt wurden durch die Schaffung der ersten Lokomotive und Eisenbahn in Russland. Sie stammten aus Leibeigenen, die der berühmten Dynastie der Demidows gehörten, den Besitzern der Uralwerke.
Laut Legende begann die Karriere von Jefim Tscherepanow, als er es schaffte, ein Schloss zu reparieren, das ein erfahrener Meister für defekt hielt und wegwarf. Sein Einfallsreichtum erregte Aufmerksamkeit, und nach nur zwei Jahren Ausbildung wurde er „Meister der Schlosserei beim Dammaufseher“, wobei er außergewöhnliche Fähigkeiten zeigte.
Bis 1820 hatte Jefim zwei erste Dampfmaschinen geschaffen, die zur Antrieb von Mühlen und Drehmaschinen verwendet wurden. Nach erfolgreichen Tests beschloss Nikolai Demidow, ihn nach England zu schicken, um fortschrittliche Technologien zur Herstellung und Anwendung von Dampfmaschinen zu studieren.
In Lydd sah Tscherepanow zum ersten Mal eine Dampfmaschine, die auf Schienen fuhr. In seinem Bericht beschrieb er sie so: „Ich sah die Dampfmaschine von Murray. Diese Maschine ist sehr seltsam, aber für uns ungeeignet, denn die englischen Meister sind zwar schnell in der Arbeit, aber ihre Maschinen halten nicht lange und stehen oft zur Reparatur.“
Im Jahr 1835 entwickelten Jefim und Miron Tscherepanow eine verbesserte Version der Lokomotive, die zuverlässiger und leistungsstärker war, mit 43 PS, die bis zu 17 Tonnen Fracht transportieren konnten. Außerdem wurde eine 3,5 km lange Eisenbahn gebaut, die das Wyski-Werk mit dem Mednorudjanskij-Bergwerk verband. Im Frühjahr 1837 besichtigte der zukünftige Kaiser Alexander II. die Bahn und war zufrieden.
Nach der Schaffung des „Landdampfers“ wurde Russland das einzige europäische Land, das ein eigenes Modell der Lokomotive entwickelte und nicht die Technologie aus England importierte. Daher war die Nachricht, dass für die Eisenbahn zwischen Moskau und Petersburg englische Lokomotiven beschafft werden sollten, ein harter Schlag für die Tscherepanows.
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