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Kapelle des Heiligen Nikolaus in Ragunovo

Фото 1
Das Dorf Ragunovo befand sich einst auf einer gleichnamigen Insel im Zentrum des Sees. Die Nikolauskapelle in diesem ehemaligen Dorf wurde etwa zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut. Ursprünglich bestand sie aus einem Hauptgebäude und einem kleinen Vorraum. Im Gebetsraum gab es zwei identische Fenster mit dreiflügeliger Konstruktion, die sich an der Nord- und Südseite befanden und im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben sind. Der Vorraum hatte keine Fenster und wurde nur durch die angelehnte Tür beleuchtet. Der Hauptraum und der Vorraum waren mit einem gemeinsamen, gehauenen Dach bedeckt. Ursprünglich war das Dach traditionell, was durch die Spuren von zwei Hühnern an den oberen Kronen belegt ist. Die Kapelle wurde wahrscheinlich mit einem einfachen Kreuz abgeschlossen. Anhand der fehlenden Spuren an der Westwand gab es kein Vorhaus.

Während der zweiten Bauphase wurden die Wände der Kapelle mit breiten Brettern mit profiliertem Rand verkleidet, die mit geschmiedeten Nägeln befestigt wurden. Dies geschah wahrscheinlich im Jahr 1880, was durch die Inschrift am erhaltenen Türrahmen bestätigt wird. Zu dieser Zeit wurde wahrscheinlich auch das Dach durch ein einfaches Schindeldach ersetzt, das ebenfalls mit geschmiedeten Nägeln befestigt wurde. Möglicherweise wurde ein Vorhaus hinzugefügt, da in einem späteren Anbau ein geschnitzter Pfeiler gefunden wurde, der wiederverwendet wurde. Das Erscheinungsbild der Kapelle in dieser Phase wirft viele Fragen auf.

In der letzten Bauphase zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Vorraum erweitert, indem die Westwand herausgesägt und ein Rahmenanbau hinzugefügt wurde. In der Südwand des Anbaus wurde ein Fenster eingebaut. Der neue Eingang wurde mit einer breiten Öffnung mit einem bogenförmigen oberen Balken und zweiflügeligen Türen gestaltet. Vor dem Eingang entstand ein offenes Vorhaus mit dünnen geschnitzten Säulen und einem Satteldach. Wahrscheinlich entstand in dieser Phase auch die Kuppel. Die Kapelle war von einer Umzäunung umgeben, die nicht erhalten geblieben ist, aber auf einem alten Foto sichtbar ist. Ihr Standort kann anhand der in den Boden gewachsenen Findlinge bestimmt werden.

In den Jahren 2011-2013 wurde die Nikolauskapelle restauriert. Die Finanzierung der Arbeiten wurde hauptsächlich von V.I. Egorov bereitgestellt. Die organisatorischen Fragen und die Materialbeschaffung übernahm der Nationalpark und persönlich der stellvertretende Direktor V.M. Gudy. Die Arbeiten wurden von Zimmerleuten aus der Stadt Onega durchgeführt: V.I. Kazakov, S.V. Golovchenko, V.I. Rogachev sowie dem Einheimischen V. Bely.

Geo-Punkt

Часовня Николая Чудотворца в Рагуново

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