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Iwan Afanassjewitsch Bulgakow

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Iwan Afanassjewitsch Bulgakow, der jüngere Bruder des bekannten russischen Schriftstellers, wurde 1900 geboren, neun Jahre nach Michail Afanassjewitsch. Schon in der Kindheit zeigte er kreative Fähigkeiten: Er sang hervorragend, spielte Balalaika und schrieb Gedichte. Wie seine älteren Brüder trat Iwan in das Alexandrowskaja Gymnasium ein, konnte es jedoch wegen des Kommens der Bolschewiki, die den gewohnten Lebensstil veränderten, nicht abschließen. Mit siebzehn Jahren litt Wanja Bulgakow stark unter jugendlichen Erschütterungen, besonders als er die Ungerechtigkeit und den Tod unschuldiger Menschen sah. Nach dem Kommen der Weißen trat er freiwillig in die Astrachan-Armee ein, wo der Mann seiner Schwester Warwara Afanassjewna im Rang eines Oberst diente. Iwan wurde schnell erwachsen und widmete sich vollständig dem Bürgerkrieg. Anfang des Frühlings 1919 erkrankte er an Typhus und wurde nach Hause gebracht, wo ihn seine Schwestern und Brüder pflegten. Nach seiner Genesung trat er in die Freiwillige Armee ein und reiste ab.

Im Januar 1920 sah der 19-jährige Iwan Bulgakow zum letzten Mal sein Heimathaus. Die Bolschewiki waren bereits nah, und er entschloss sich zusammen mit dem Trupp von General Bredow, nach Polen zu brechen, wo er interniert wurde und dann nach Krim überging. Im Juli 1920, bereits ein erfahrener Weißgardist, schloss er sich der Russischen Armee von Baron Wrangel an und verließ im November für immer seine Heimat. Im Exil landete er zunächst in Gallipoli und lebte dann lange in Bulgarien. In Warna gründete Iwan ein Orchester aus Weißemigranten und wurde Fußballmeister von Bulgarien. Von kleinen Honoraren konnte er eine Unterkunft mieten und heiratete 1924 Natalja Minko, die Tochter eines Generals, die ihm zwei Kinder gebar.

Im Jahr 1930 zog Iwan auf Einladung seines Bruders Nikolai mit seiner Familie nach Paris, wo er sein Leben lang mit dem Orchester in Restaurants auftrat. 1934 zerbrach seine Ehe mit Natalja Kirillowna, und er heiratete nicht wieder. Iwan Afanassjewitsch arbeitete viel an Gedichten und Musik, lebte 69 Jahre und starb 1969, fand Frieden auf fremdem französischen Boden.

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