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Bulatovich Alexander Ksaveryevich

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Als er in das prestigeträchtige Alexandrowski-Lyzeum in St. Petersburg eintrat, bestand der junge Alexander Bulatovich alle Prüfungen mit Auszeichnung, erhielt jedoch unerwartet eine Drei in Geografie. Später kompensierte er den Mangel an theoretischem Wissen durch Praxis, indem er Karten erstellte, nach denen Afrika studiert wurde. Nach dem Abschluss des Gymnasiums beschloss Bulatovich, der aus einer Militärfamilie stammte, ebenfalls, sich dem Dienst in der Armee zu widmen.

Er stellte einen Antrag auf Aufnahme in das Leibgarde-Husarenregiment. Alexander beherrschte das Reiten gut und war geschickt im Umgang mit dem Säbel. Doch der Dienst im Regiment erschien ihm langweilig, und 1896 stellte er einen neuen Antrag, um sich der russischen Mission des Roten Kreuzes anzuschließen, die sich auf den Weg nach Äthiopien machte.

Zu dieser Zeit beanspruchten führende Kolonialmächte Abessinien, und Russland beschloss, seine schwarzhäutigen Brüder im orthodoxen Glauben zu unterstützen. Ihnen wurden heimlich Waffen, Medikamente, Munition und Säbel geliefert, und russische Ausbilder schulten die lokale Armee. Bulatovich diente als Kurier zwischen den Truppen und dem äthiopischen König Menelik II.

Dieser Husar erstellte als erster Europäer genaue Karten des westlichen Teils Abessiniens und war in der Aufklärung tätig, indem er beispielsweise englische Agenten im Umfeld des Zaren entdeckte. Darüber hinaus machte Bulatovich Menelik II. auf die Verteidigungsfähigkeit Äthiopiens aufmerksam und schlug vor, ein Netzwerk von Befestigungen zu schaffen und die Grenztruppen zu verstärken. Seine Empfehlungen halfen Äthiopien, viele Jahre lang die Unabhängigkeit zu bewahren.

Was das weitere Schicksal Bulatovichs betrifft, so war es voller unerwarteter Wendungen: Er nahm an der Niederschlagung des Boxeraufstands in China teil, legte ein Mönchsgelübde ab und kämpfte an den Fronten des Ersten Weltkriegs auf dem Balkan. Nach der Revolution kehrte er nach Russland zurück, ging in sein Heimatdorf und wurde nachts von Banditen ermordet, als er versuchte, eine zufällige Passantin zu beschützen.

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