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Britnev Michail Osipowitsch

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Die Navigation in den nördlichen Meeren war schon immer eine schwierige Aufgabe, besonders im russischen Norden, wo das Eis die Häfen fast ein halbes Jahr lang einfrieren konnte und die Schifffahrt vollständig zum Stillstand brachte. Um dieses Problem zu lösen, wurden verschiedene Methoden vorgeschlagen: von mechanischen Sägen bis hin zu Eisbrechern und beheizten Rümpfen, die in der Lage waren, das Eis zu schmelzen.

Der russische Kaufmann und Erfinder Michail Britnev schlug eine radikale Lösung vor. Geboren 1822 in Kronstadt, widmete er sein Leben dem Meer und unternahm oft weite Reisen. Die Idee des Eisbrechers entnahm er den pomorischen Kotsch, deren Konstruktion es ermöglichte, auf das Eis zu kriechen, ohne es zu beschädigen. Britnev baute den Schraubenschlepper "Pilot" um, indem er den Bug unter einem Winkel von etwa 20 Grad unterhalb der Wasserlinie abschnitt. Mit einer Dampfmaschine von 60 PS kroch der "Pilot" auf das Eis und brach es mit seinem Gewicht. Admiral Stepan Makarov bemerkte, dass dieses kleine Dampfschiff die Navigationszeit im Herbst und Winter um mehrere Wochen verlängerte. Inspiriert von diesem Erfolg baute Britnev zwei weitere Schiffe, "Buj" und "Boj", die die ersten Eisbrecher in Russland wurden. Diese Neuerungen wurden bald auch von anderen Ländern übernommen.

Es ist auch erwähnenswert, dass ein anderes Projekt eines Eisbrechers vom Ingenieur Nikolai Euler entwickelt wurde. Er schlug vor, schwere Gusseisen-Gewichte an Ketten zu verwenden, um das Eis vor dem Schiff zu brechen. Die Tests waren jedoch erfolglos, da das Schiff im Eis stecken blieb, und letztendlich wurde den Eisbrecher von Britnev der Vorzug gegeben.

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