Balkalava ist nicht nur eine malerische Stadt in der Krim, sondern auch der Name einer besonderen Kopfbedeckung mit Öffnungen für Augen, Nase und Mund. Dieses gestrickte Accessoire zeichnet sich durch Vielseitigkeit aus und wird in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt, von der Fischerei bis zu Spezialeinheiten. Heutzutage ist es auch ein modisches Element der Garderobe, das ideal für windiges und kaltes Wetter geeignet ist.
Die Geschichte der Balkalava ist eng mit der gleichnamigen Stadt verbunden. Im Jahr 1854, zur Hochphase des Krimkriegs, stand die russische Armee einer Koalition aus Frankreich, England, dem Osmanischen Reich und dem Königreich Sardinien gegenüber. Plötzlich überraschten strenge Fröste den Feind. Britische Soldaten litten unter einem Mangel an warmer Kleidung und Lebensmitteln aufgrund von Versorgungsengpässen und froren buchstäblich an ihren Positionen. Unter diesen Bedingungen entstand die Idee einer Kopfbedeckung, die einen Großteil des Gesichts bedeckt und die Haut vor Kälte schützt.
Laut einer der Versionen trugen die britischen Soldaten bereits warme Mützen, die sie unter ihren Helmen trugen. Um die Stirn und Wangen vor der Kälte zu schützen, wurde die Mütze bis zum Hals über das Gesicht gezogen, wobei Öffnungen für die Augen gelassen wurden. Man sagt, dass diese Idee von James Thomas Cardigan, dem Kommandeur einer britischen Einheit, vorgeschlagen wurde. Die Gesichter der Soldaten waren nun zuverlässig vor Kälte und Wind geschützt. Der Name der Kopfbedeckung wurde zu Ehren der Stadt Balaklava, wo die Hauptschlachten stattfanden, gewählt. Sie wird auch als "Balkalava-Helm" oder "Strickhelm" bezeichnet.
Heute gibt es viele Variationen der Balkalava-Mütze, von klassischen bis modernen. Die Hauptfunktion, wie zur Zeit des Krimkriegs, ist der Schutz vor Erfrierungen und Wind. So trugen die strengen russischen Winter zur Schaffung eines universellen Modells der Mütze bei, das seit über 150 Jahren aktuell ist.
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