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Die Garage des letzten Kaisers

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Zu Beginn des letzten Jahrhunderts begann in Russland ein rascher technischer Fortschritt, und in dieser Zeit wurden die bekannten Autos von Russobalt produziert. Kaiser Nikolaus II. unterstützte aktiv die Entwicklung von Wissenschaft und Technik. Er war einer der ersten im Land, der sich für Fotografie und Automobile begeisterte. 1905 erwarb Nikolaus sein erstes Auto, einen französischen Wagen "Delaunay-Belleville". Bereits ein Jahr später umfasste seine Sammlung sieben Automobile, darunter zwei weitere dieser Marke, vier "Mercedes" und einen mehrsitzigen "Benz".

Mit der Zunahme der Autos wuchs die Notwendigkeit eines speziellen Ortes für deren Lagerung. 1906 gab Nikolaus II. den Auftrag, eine kaiserliche Garage neben dem Alexanderspalast, seiner Lieblingsresidenz, zu bauen. Bald war der erste zweigeschossige Bau fertig: Im Erdgeschoss befanden sich Werkstätten und Autos, während im Obergeschoss die Angestellten der Garage wohnten, was gleich zwei Aufgaben löste. In der Garage wurde auch die erste "Kaiserliche Fahrschule" im Russischen Kaiserreich eröffnet. So wechselte Nikolaus II. nicht nur von der Kutsche zum Auto, sondern förderte auch die Entwicklung dieses Trends. Der persönliche Fahrer des Kaisers wurde der erfahrene französische Chauffeur Adolf Kegress, der bald die gesamte technische Abteilung leitete und im zweiten Gebäude des Garagenkomplexes wohnte, das 1908 mit Mitteln von Nikolaus II. erbaut wurde.

1913 wurde beschlossen, ein drittes Gebäude in Form einer großen Garage zu errichten, die bis zu 40 Autos aufnehmen konnte. Interessanterweise gab es bereits damals die ersten automatischen Tore und eine Autowaschanlage. In der UdSSR wurde nichts Vergleichbares geschaffen, es war einfacher zu zerstören. Nach 1917 wurde die Garage zerstört, aber die Gebäude blieben erhalten, und heute befindet sich dort eine Universität.

Geo-Punkt

Автомобильный гараж последнего императора

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