Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kamen zwei deutsche Mechaniker, Zoll und Koppe, nach Russland, die für 2 Rubel der städtischen Öffentlichkeit eine nie dagewesene Maschine, den ewigen Motor, vorführten. Die Zuschauer waren begeistert von der Ingenieurskunst der Ausländer. Unter den Besuchern befand sich auch der talentierte Mechaniker Alexej Filippowitsch Gladkoy, dessen Porträt bis heute nicht erhalten geblieben ist. Mit einem natürlichen Talent zum Erfinden benötigte Gladkoy nur eine halbe Stunde, um das Prinzip der Funktionsweise des Geräts zu verstehen. In seiner Werkstatt stellte er eine exakte Kopie der Maschine her und stellte fest, dass die kontinuierliche Bewegung durch ein kleines Rad mit einer Feder im Inneren gewährleistet wurde, das periodisch aufgezogen wurde, um die Bewegung des Pendels aufrechtzuerhalten.
Nach einigen Tagen veröffentlichte Gladkoy Anzeigen in Zeitungen, dass auch er einen ewigen Motor geschaffen hatte, und lud alle Interessierten, einschließlich der deutschen Ingenieure, ein, ihn in seiner Werkstatt zu besichtigen. Als die Ausländer kamen, demonstrierte Alexej Filippowitsch ihnen zunächst sein Aggregat und zerlegte es dann, um das Geheimnis von Zoll und Koppe zu enthüllen. Unter den verurteilenden Blicken mussten die Betrüger die Werkstatt verlassen. Bald sprach ganz Petersburg von Gladkoys Talent. Er ahnte nicht, dass dieses Ereignis den Beginn seiner Ingenieurkarriere markieren würde.
Alexej Filippowitsch wurde zu Fabriken und Werken eingeladen. Für die Alexandrowskaja Manufaktur entwickelte er eine universelle Spinnmaschine, die viermal mehr Produkte erzeugte als die englische. Gladkoy beschäftigte sich auch mit der Modernisierung der Produktion und der Reparatur von Geräten in anderen Fabriken. Er scheute sich nicht vor komplexen Aufgaben und baute beispielsweise nach ausländischen Zeichnungen Uhren, deren Pendel unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen waren, und die Chronometer am Ende des Jahres nur um 2 Sekunden nachgingen, eine erstaunliche Genauigkeit für diese Zeit! Iwan Kulibin äußerte sich bewundernd über Gladkoy: „Schade, dass ich so alt bin! Sonst wäre ich nach Moskau gefahren, um meinen Gefährten zu umarmen.“ Das russische Land ist wirklich reich an Talenten!
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