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Ehemaliges Hauptwachtgebäude der Omsker Festung

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Eines der ältesten architektonischen Denkmäler Omsks ist das Gebäude der ehemaligen Festungs-Hauptwache, das in der Zeit von 1781 bis 1785 erbaut wurde. Es wurde im damals beliebten Stil des elisabethanischen Barocks errichtet. Das Gebäude besteht aus Ziegeln, die später mit Kalkputz überzogen wurden. Der Name des Architekten ist bis heute unbekannt, jedoch wurde das Bauwerk trotz seiner ursprünglichen Bestimmung eines der originellsten und einprägsamsten in Omsk.

Im Laufe seiner Geschichte wurde die Omsker Hauptwache in den Erinnerungen vieler bekannter Reisender erwähnt. Der Architekt Krjatschkov führte dieses Gebäude in seiner Beschreibung der sibirischen Schönheiten als ein leuchtendes Beispiel architektonischer Pracht der Stadt an. Während in Moskau und St. Petersburg zahlreiche Beispiele des elisabethanischen Barocks erhalten geblieben sind, ist dieser Stil für Sibirien recht selten.

Ursprünglich diente das Gebäude als Ort für das Kommandantenbüro, die Festungswache und für straffällige Soldaten. Im 19. Jahrhundert wurden im Erdgeschoss politische Gefangene untergebracht. Der interessanteste Zeitraum in der Geschichte der Hauptwache ist mit dem Aufenthalt der "Oblastniks" verbunden, darunter der Wissenschaftler Grigori Potanin, der 1865 wegen der Propagierung von Separatismus verurteilt wurde. Auch der große russische Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski war eine Zeit lang hier.

Bemerkenswert ist, dass die Zellen für politische Gefangene nur nachts abgeschlossen wurden, während die Arrestierten tagsüber frei nach draußen gehen und Gäste empfangen konnten. Das Obergeschoss wurde sofort von der Garnisonschule eingenommen, die die erste Bildungseinrichtung in Omsk wurde. Später wurde sie in eine Militärwaisenabteilung und eine Schule für asiatische Sprachen umgewandelt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielt das Gebäude der Hauptwache ein flacheres Dach, und in der Sowjetzeit wurde der Turm abgerissen, auf dem die Tafel mit dem Baujahr stand (der Turm wurde inzwischen wiederhergestellt). In den 1960er Jahren entstanden hier verschiedene wirtschaftliche Anbauten, und erst in den 1980er Jahren erhielt das Gebäude den Denkmalschutzstatus. Heute gehört es dem Festungsmuseum.

Geo-Punkt

Здание бывшей гауптвахты Омской крепости

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