Das Tscherkasskaja-Waisenhaus für Frauen wurde um 1858 von Fürstin N.A. Tscherkasskaja gegründet. Zur gleichen Zeit entstand am Petersburger Highway die erste hölzerne Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte das Grundstück Osip Bove, wo sich sein Landhaus befand. 1853 erwarb Fürstin Nadezhda Alexejewna Tscherkasskaja, die Witwe des Helden des Krieges von 1812, Nikolai Tscherkasskij, das Land.
Die Fürstin beschloss, auf ihrem Grundstück ein Waisenhaus für bedürftige ältere Frauen zu gründen, und erhielt den Segen von Metropolit von Moskau Filaret (Drosdov). In dem großen Holzhaus lebten 15 Frauen. Neben dem Waisenhaus wurde die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit erbaut, deren Projekt der Architekt N.I. Finistow entworfen hatte. Das Waisenhaus stand unter der Verwaltung der Kaiserlichen Gesellschaft für Menschenliebe.
Nach dem Tod der Fürstin, die zusammen mit ihrem Mann auf dem Gelände der Kirche beigesetzt wurde, übernahm der Kaufmann Nikolai Spiridonow die Geschäfte des Waisenhauses. Unter ihm wurde eine Handwerksschule für Mädchen eröffnet, und die Anzahl der Bewohnerinnen stieg erheblich.
Nach dem Tod des Kaufmanns richtete seine Witwe, Wera Bogdanowna Spiridonowa, 1888 einen neuen Altar in der Kirche zu Ehren des Heiligen Nikolaus des Wundertäters in Erinnerung an ihren Mann ein. Der Architekt war N.A. Woskressenski. 1893 wurde an die Kirche ein steinerner Vorbau angebaut, der das hölzerne Gebäude ersetzte. Das Projekt wurde von P.P. Zykow-Sohn entworfen.
Der Bau auf dem Gelände des Waisenhauses ging weiter. 1898 wurden anstelle der hölzernen Gebäude zweigeschossige Ziegelgebäude im neorussischen Stil errichtet, die von I.P. Maschkow entworfen wurden. Sie waren mit der Kirche verbunden.
Der Ort wurde in das Spiridonjewski-Asyl für unheilbar Kranke umbenannt.
Nach der Oktoberrevolution wurde die Kirche geschlossen. 1921 wurde der Priester Ioann Milovidov repressiert. 1922 wurden in den Gebäuden des Waisenhauses das Mutter-Kind-Haus nach Lenin-Krupskaja untergebracht, und ab 1928 die Ambulanz nach P.F. Lesgaf. In den 1950er Jahren wurde in den Gebäuden des Waisenhauses eine Kinderpoliklinik eröffnet, die bis heute besteht. In den 2000er Jahren wurde die Kirche an die RPTs übergeben.
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