Der Vojeikovsky-Palast, auch bekannt als die Residenz des Grafen V. N. Vojeikov oder Alexej-Palast, wurde als Sommerresidenz für den Zarewitsch Alexej entworfen und 1917 von V. N. Vojeikov erbaut. Er befindet sich 4 km nördlich des Bahnhofs Belinskaya. Heute wird der Palast nicht genutzt und steht unter der Verwaltung des Verteidigungsministeriums (Stand 2020).
Wladimir Nikolajewitsch Vojeikov, ein großer Grundbesitzer, besaß fast 14.000 Desjatinen Land in der Provinz Penza. Er strebte danach, sein Land zu entwickeln und dessen wirtschaftliche Attraktivität zu steigern. 1869 erreichte sein Vater, Nikolai Wassiljewitsch Vojeikov, eine Änderung der Route der Syzran-Wjasemskaja Eisenbahn, was zum Bau des Bahnhofs Vojeikovskaja führte. Der erste Zug fuhr 1874 durch den Bahnhof, was zur industriellen Entwicklung der Region beitrug. Auf dem Gelände des Anwesens befindet sich auch eine Mineralwasserquelle, die 1913 zur Mineralwasserfabrik „Kuwaka“ wurde. Aufgrund der heilenden Eigenschaften des Wassers wurde beschlossen, eine Sommerresidenz für den Zarewitsch Alexej zu bauen, damit er seine Gesundheit verbessern konnte, aber dieser Plan wurde nicht umgesetzt.
Im Jahr 1917 wurde die unvollendete Residenz nationalisiert und an die landwirtschaftliche Kommune „Majak“ übergeben. Während des Bürgerkriegs befand sich hier ein Krankenhaus, das bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Betrieb war. Nach dem Krieg wurden der Palast und der angrenzende Park an die Eisenbahner übergeben, die daraus ein Erholungsheim machten; in dieser Zeit erreichte die Residenz ihren Höhepunkt.
In den 1950er Jahren wurde das Erholungsheim in das GPTU Nr. 13 umgewandelt, jedoch konnte die Schule das Gebäude nicht halten, und 1975 wurde es durch ein medizinisch-arbeitsmäßiges Sanatorium ersetzt. Nach dem Zerfall der UdSSR wurde das Sanatorium geschlossen, und der Komplex ging in den Besitz des Verteidigungsministeriums der RF über. Obwohl der Palast als Denkmal von regionaler historischer und kultureller Bedeutung anerkannt ist, befindet er sich in einem Notzustand und ist seit fast 20 Jahren von den Kommunikationsnetzen getrennt.
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