Der südwestliche Eckturm des Kremls wurde 1488 von dem Architekten Anton Frazin erbaut. Er spielte eine Schlüsselrolle im Verteidigungssystem des Kremls, indem er die Furt und die Mündung des Flusses Neglinnaya schützte. Der Name des Turms ist mit dem Boyarenfamiliennamen Swiblo verbunden, deren Vertreter am Bau beteiligt waren.
Der Wasserversorgungsturm hatte einen Brunnen und einen geheimen Ausgang zum Fluss. 1633 installierte Christoph Galloway eine Hebeanlage, die Wasser durch Bleirohre in die Gärten des Kremls leitete. In den Jahren 1672-1686 wurde der Turm mit einem geschossartigen Oberteil mit einem Zeltdach ergänzt. Aufgrund der Feuchtigkeit aus dem Brunnen, die in das Mauerwerk eindrang, zerfiel der Turm allmählich. 1770 schlug V.I. Baschenow vor, ihn abzureißen, erhielt jedoch keine Genehmigung. Allerdings musste der Turm 1805-1806 bis zum Fundament abgerissen und nach dem Entwurf von I.V. Jegotow neu gebaut werden.
Im Jahr 1812 wurde der Wasserversorgungsturm von den Franzosen gesprengt. In den Jahren 1817-1819 wurde er unter der Leitung von O.I. Bowe wiederhergestellt, wobei klassische und pseudo-gotische Elemente in die Gestaltung aufgenommen wurden.
Der untere Teil des Turms ist massiv, mit Rustika bearbeitet und mit dekorativen Machikulen und großen Fenstern geschmückt. Der obere polygonale Geschoss wird von einem schlanken Zeltdach mit Lüftern gekrönt. Der Innenraum des Turms hat zwei Geschosse mit kuppelförmigen Decken. Über der oberen Kampfbühne erhebt sich ein offenes Zelt. 1937 wurde der obere Teil des Turms mit einem rubinroten Stern geschmückt.
Die Höhe des Turms bis zum Stern beträgt 57,7 Meter, mit dem Stern 61,25 Meter.
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