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Witte Sergej Juljewitsch

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„Goldener Minister“ oder wie die russische Währung eine der stabilsten der Welt wurde.

Sergej Juljewitsch Witte war ein herausragender russischer Staatsmann, der 1892 das Amt des Ministers für Verkehr und von 1892 bis 1903 das Amt des Finanzministers sowie von 1905 bis 1906 den Vorsitz des Ministerrates innehatte. Er spielte eine Schlüsselrolle bei der Einführung des Goldstandards in Russland, was bedeutende ausländische Investitionen ins Land zog und den Ausbau des Eisenbahnbaus förderte. Dank seiner Bemühungen begann die Industrie im Russischen Kaiserreich rasant zu wachsen, weshalb Witte den Spitznamen „Opa der russischen Industrialisierung“ erhielt.

Als Witte 1892 Finanzminister wurde, sah er sich mit einem Haushaltsdefizit von 74,3 Millionen Rubel konfrontiert. Um dieses Problem zu lösen, schlug er vor, ausländische Kredite zu akquirieren, die durch russische Wertpapiere gesichert waren. Die finanzielle Unterstützung aus Frankreich, England und Deutschland ermöglichte die Stabilisierung des Rubels, und 1897 trat Russland auf den Goldstandard um. Von diesem Zeitpunkt an konnten russische Banknoten in jedem Land der Welt gegen Gold eingetauscht werden.

Zu den weiteren Errungenschaften Graf Witte zählt die Einführung des staatlichen Monopols auf den Verkauf von Wodka, was den Haushalt erheblich aufbesserte. Auch unter seiner Leitung nahm der Bau von Eisenbahnen stark zu, die Länge der Strecken verdoppelte sich und überstieg 54.000 Werst, was selbst in den stalinistischen Fünfjahresplänen nicht erreicht wurde. Witte überführte zudem die Verkehrswege in Staatsbesitz, indem er 70 % der Transportunternehmen aufkaufte, was strategische Bedeutung für die Wirtschaft und Verteidigungsfähigkeit des Landes hatte.

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