Das Herrenhaus wurde Ende des 18. Jahrhunderts von Lew Andrejewitsch Batjuschkow, dem Großvater des bekannten Dichters Konstantin Nikolajewitsch Batjuschkow, errichtet. Bis heute ist das zweigeschossige Holzgebäude mit Säulen erhalten geblieben, umgeben von einem alten Park und einer Kieferneinfahrt. Ursprünglich umfasste der Lindenpark vierzehn Alleen, aber jetzt sind nur noch sechs übrig.
In Danilovskoe verbrachte Konstantin Batjuschkow (1787-1855), ein herausragender Dichter und Vertreter des frühen russischen Romantizismus, seine Kindheit. Das Anwesen in Danilovskoe ist das einzige in Russland, das als Gedenkstätte der Familie K. N. Batjuschkow dient. Dort sind alle bekannten Darstellungen des Dichters, die zu Lebzeiten veröffentlichten Werke „Experimente in Versen und Prosa“, Bücher aus der Familienbibliothek sowie Einrichtungsgegenstände und Alltagsgegenstände jener Zeit versammelt.
Mit dem Anwesen der Batjuschkows ist der Name Alexander Kuprin (1870-1938) verbunden, der ein enger Freund des letzten Eigentümers des Anwesens, Fjodor Dmitrijewitsch Batjuschkow (1857-1920), Professor an der Universität St. Petersburg, Philologe, Kritiker und Literaturwissenschaftler, war. Kuprin besuchte Danilovskoe von 1906 bis 1911, blieb dort eine Woche, zwei oder manchmal mehrere Monate, insgesamt etwa zwei Jahre. Der Schriftsteller liebte es, mit den einheimischen Bauern zu jagen und zu fischen. An diesem Ort ruhte er sich nicht nur aus, sondern arbeitete auch aktiv und schuf Werke wie „Sulamith“, „Der Elefant“, „Der Smaragd“, „Der Fluss des Lebens“, „Die Beleidigung“, „Die flüssige Sonne“, „Wie ich Schauspieler war“, „Die Hunde“, „Die Bettler“, den Essay „Die Taucher“, die ersten Kapitel von „Die Grube“ sowie Artikel über Knut Hamsun und Anton Tschechow.
Am 7. September 1960, anlässlich des 90. Geburtstags von A. I. Kuprin, wurde im Herrenhaus ein Volksmuseum eröffnet, das später eine Filiale des Ustjuzhenskij Heimatmuseums wurde. Das Museum in Danilovskoe wurde das erste Kuprin-Museum im Land und das erste Volksmuseum in der Region Wologda. Die Ausstellung, die dem 200. Jubiläum von K. N. Batjuschkow gewidmet war, wurde 1987 eröffnet.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.