Schtschi und Brei, unsere Nahrung
Wie Napoleon sagte, führt der Weg zum Herzen eines Soldaten durch seinen Magen. Die Franzosen erfanden zuerst die Feldküche, aber sie war stationär, und die vom Nachschub abgeschnittenen Soldaten mussten selbst Suppen und Brei zubereiten. Einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Feldküche leistete Alexander Turtschaninow.
Aus einer verarmten Adelsfamilie stammend, kannte er alle Schwierigkeiten des Soldatenlebens gut. Mit 20 Jahren, im Jahr 1875, wurde er Soldat in einem Infanterieregiment. Für seinen Mut in den Kämpfen um Plewna wurde er zum Unteroffizier befördert und mit dem Georgs-Kreuz ausgezeichnet. Turtschaninow dachte lange darüber nach, wie man den Soldaten an der Front ein warmes Mittagessen bieten kann. Schließlich kam er auf die Idee, die Feldküche mobil zu machen, um während der Märsche direkt zu kochen.
Er entwickelte einen einzigartigen "Feldherd", der aus zwei großen Kesseln bestand. Um eine Kompanie von 250 Mann mit Borschtsch, Brei und Tee zu versorgen, benötigte man 4 Stunden. Das Essen wurde unterwegs zubereitet, und die Konstruktion erlaubte es, sie von einem Pferd ziehen zu lassen. Ein erfahrener Koch konnte auch Gulasch zubereiten, wenn die nötigen Zutaten vorhanden waren. Das Essen brannte nicht an, da ein Kessel in den anderen passte und zwischen den Wänden Öl gegossen wurde. Turtschaninow sorgte auch für den Komfort der Köche, indem er an der Vorderachse Kisten für Küchenutensilien anbrachte.
Die mobile Küche wurde erstmals während des Boxeraufstands in China getestet und bewährte sich hervorragend. Auch die russischen königlichen Personen schätzten die Erfindung von Turtschaninow. Der "Feldherd" mit einem Mehrplattenofen wurde häufig in der Natur verwendet. Die Konstruktion war so erfolgreich, dass sie bis 1945 unverändert produziert wurde.
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