Das reale Gymnasium, die erste mittlere Bildungseinrichtung in Sysran, wurde 1873 in einem zweigeschossigen Gebäude auf dem Platz eröffnet. Ursprünglich gab es sechs Klassen, aber nach einigen Jahren wurde eine siebte, zusätzliche Klasse hinzugefügt. Im Schuljahr 1897-1898 war unter den Schülern der Teenager Alexei Nikolajewitsch Tolstoi, der zukünftige bekannte Schriftsteller. 1930 wurde im Gebäude des ehemaligen Gymnasiums ein Textiltechnikum eröffnet.
Das Gebäude ist aus Ziegeln, zweigeschossig, U-förmig, mit asymmetrischem Grundriss. Die Hauptfassade zeigt zur Sowjetstraße und befindet sich zwischen der Siegesstraße und der Wolodarskistraße. Die Architektur der Fassaden ist im neoklassizistischen Stil gehalten, mit einfacher Komposition und lakonischer Dekoration.
Die Fassade zur Sowjetstraße hat eine asymmetrische Komposition und ist vertikal in zwei Teile unterteilt, mit einem Gesims zwischen den Etagen. Die Wände des Erdgeschosses sind mit Bretterrustika verziert, und der obere Teil der Fenster ist mit keilförmigem Rustika mit Fächerverschluss gestaltet, der in ein Fensterbankgesims übergeht. Die Fenster des Obergeschosses haben Rahmen mit geradem Sandrik und Fensterbankgesims.
Das Gebäude wurde speziell für das reale Gymnasium errichtet, das am 20. Oktober 1873 eröffnet wurde. Es wurde vom Staat finanziert und unterstand dem Bildungsbezirk von Kasan.
1885 und 1893 studierten hier der Dichter N.A. Panow und der Schriftsteller S.T. Grigorjew. Von August 1897 bis Mai 1898 besuchte A.N. Tolstoi, der zukünftige bekannte Schriftsteller, die 4. Klasse.
Am 5. Juli 1906 wurde das Gebäude durch ein Feuer stark beschädigt, aber es wurde wiederhergestellt. 1916 wurde es im Immobilienverzeichnis von Sysran als "Steinhaus und Anbau des Ministeriums für Volksbildung" an der Ecke des Kussnetskaja-Platzes und der Großen Straße (heute Sowjetstraße) aufgeführt.
Nach der Errichtung der Sowjetmacht wurde das Gymnasium zur Arbeiter-Schule Nr. 3. Am 5. Oktober 1930 wurde in dem Gebäude in der Sowjetstraße 73 ein Textiltechnikum eröffnet, das heute ein mechanisch-technologisches Technikum ist. Im Hof befanden sich ein zweigeschossiges Steinhaus und ein einstöckiges Holzhaus für Mitarbeiter sowie eine Ziegelscheune.
Während des Großen Vaterländischen Krieges war im Gebäude das Militärkrankenhaus Nr. 1642 untergebracht. In den 1950er Jahren wurde die Hausnummerierung geändert, und das Haus Nr. 73 wurde zu Nr. 81. Am 13. April 1960 genehmigte das Exekutivkomitee des Stadtdeputiertenrates den Bau eines zweigeschossigen Anbaus an das Gebäude des Stricktechnikum.
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