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Stoljetow Alexander Grigorjewitsch

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Alexander Grigorjewitsch Stoljetow, bekannter russischer Physiker, wurde am 10. August 1839 in einer Kaufmannsfamilie aus Wladimir geboren. 1849 trat er in das Gymnasium von Wladimir ein und entschied sich nach dessen Abschluss, sein Leben der Mathematik und Physik zu widmen. 1856 begann Stoljetow sein Studium an der physikalisch-mathematischen Fakultät der Moskauer Universität, wo er kostenlos studierte und ein staatliches Stipendium erhielt.

Nach dem Abschluss der Universität im Jahr 1860 ging er zwei Jahre später ins Ausland für wissenschaftliche Arbeiten. 1866 kehrte er jedoch nach Russland zurück und begann 1867, physische Geographie und mathematische Physik an der Moskauer Universität zu unterrichten. Gleichzeitig arbeitete er an seiner Masterarbeit über Elektrostatik, die er im Mai 1869 erfolgreich verteidigte und den Titel Dozent erhielt.

1871 begann Stoljetow mit der Arbeit an seiner Doktorarbeit, in der er die magnetischen Eigenschaften von Eisen untersuchte. Ein Jahr später verteidigte er diese und erhielt den Titel ordentlicher Professor. Er wurde bekannt durch seine Arbeit "Untersuchung über die Magnetisierungsfunktion von weichem Eisen". Bald wurde an der Universität ein physikalisches Labor eröffnet, das er einrichtete. Es war das erste Lehr- und Forschungslabor für Physik in Russland. Seine wissenschaftlichen Erfolge brachten ihm internationale Anerkennung, und 1881 vertrat er Russland auf dem ersten Weltkongress der Elektriker in Paris.

Ab 1888 begann Stoljetow, den von Hertz entdeckten photoelektrischen Effekt zu untersuchen, und entwickelte eine Vorrichtung zur Erforschung dieses Phänomens. 1896 erkrankte er an Erysipel, von dem er sich nur schwer erholte, aber bald wieder krank wurde. Alexander Grigorjewitsch Stoljetow starb am 27. Mai 1896 in Moskau an einer Lungenentzündung.

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