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Skulpturengruppe für Johannes von Tobolsk und Philotheus Leszczynski in Chanty-Mansijsk

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Die Skulpturenkomposition, die Johannes von Tobolsk und Philotheus Leszczynski gewidmet ist, befindet sich in Chanty-Mansijsk. Sie zeigt zwei Figuren, die auf beiden Seiten der Treppe stehen, die zur Auferstehungskirche führt: Philotheus steht links, und Johannes rechts. Sie scheinen jeden zu segnen, der sich entscheidet, in die Kirche einzutreten.

Der Heilige Philotheus Leszczynski wurde 1650 in Kleinrussland in eine arme Adelsfamilie geboren. In seiner Jugend schloss er die Kiewer Geistliche Akademie ab und war verheiratet, verlor jedoch bald seine Frau. Tief betroffen von dem Verlust nahm er das Mönchsleben unter dem Namen Philotheus an. Von den ersten Tagen im Kloster an beeindruckte er die Umgebung mit seiner Demut und seinen geistlichen Leistungen. Im Jahr 1700 beauftragte Zar Peter I. einen klugen und frommen Mann aus dem kleinrussischen Mönchtum, das Evangelium in Sibirien zu predigen, und weihte ihn zum Metropoliten von Tobolsk und Sibirien. Diese Position übernahm Philotheus. Vor ihm stand eine schwierige Aufgabe: Die sibirische Diözese erstreckte sich vom Nordpolarmeer bis China und von den Uralbergen bis Kamtschatka. Zur Unterstützung seiner missionarischen Tätigkeit brachte er gelehrte Mönche und fromme Menschen aus Kiew mit. In Tobolsk gründete er die erste slawisch-lateinische Schule und stellte 1704 einen Chor aus Kosaken zusammen. Die von ihm entsandten Missionare erreichten abgelegene Winkel Sibiriens, Kamtschatkas und sogar Chinas. Die Taufe der indigenen Völker, insbesondere der Wogulen und Ostjaken, verlief erfolgreich.

Johannes von Tobolsk, der von 1651 bis 1715 lebte, war Bischof der Orthodoxen Russischen Kirche, ab 1697 Erzbischof von Tschernigow und ab 1711 Metropolit von Tobolsk und ganz Sibirien. Er ist bekannt für seine missionarische und theologische Tätigkeit. Er gründete das Tschernigower Kollegium, das zum Vorbild für die theologischen Seminare wurde, und verfasste zahlreiche poetische Werke. Im Jahr 1700 gründete Johannes in Tschernigow ein Kollegium, eine slawisch-lateinische Schule, in der nicht nur die Kinder des Klerus, sondern auch Adelige, Bürger und Kosaken unterrichtet wurden. Dank des hohen Ausbildungsniveaus der Schüler erlangte die Schule große Bekanntheit und wurde faktisch zum ersten Seminar in Russland. Nach ihrem Vorbild wurden später in anderen Diözesen theologische Seminare eröffnet. Johannes eröffnete auch eine Druckerei im Boldiner Dreifaltigkeitskloster, in der liturgische Bücher, Lehrmaterialien und geistlich-moralische Schriften, einschließlich seiner eigenen Werke und Übersetzungen aus dem Lateinischen, gedruckt wurden.

Geo-Punkt

Скульптурная группа Иоанну Тобольскому и Филофею Лещинскому в Ханты-Мансийске

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