Das Kunstmuseum in Rjasan wurde 1913 auf Initiative lokaler Enthusiasten gegründet, die die "Gesellschaft des Rjasanischen Kunst- und Geschichtsmuseums namens Professor Iwan Petrowitsch Pschalostin" ins Leben riefen. Zu der Gesellschaft gehörten Künstler aus Rjasan wie Alexander Alexandrowitsch Kiseljow-Kamski, Wladimir Pawlowitsch Sokolow, Sergej Andrejewitsch Pyrsin sowie Vertreter der lokalen Intelligenz, darunter Angestellte, Ärzte und Lehrer. Die ersten Exponate des Museums wurden als Geschenk von Moskauer Künstlern erhalten und umfassten eine Sammlung von Zeichnungen und Radierungen des Professors der Kaiserlichen Akademie der Künste I. P. Pschalostin.
Im Januar 1915 ging das Museum in die Verwaltung der Stadt über und öffnete am 23. März desselben Jahres seine Türen für Besucher. In seinem Katalog waren 72 Exponate verzeichnet, darunter etwa fünfzig malerische und grafische Werke, von denen viele bis heute in der ständigen Ausstellung der russischen Kunst des frühen 20. Jahrhunderts präsentiert werden. Die Ausstellung war im Gebäude der städtischen Romanowschule in der Seminarstraße untergebracht, wo dem Museum vorübergehend ein Saal und zwei Zimmer zugewiesen wurden. Heute ist dieses aus rotem Ziegel gebaute Gebäude eines der Gebäude der Rjasanischen Staatlichen Universität benannt nach S. A. Jessenin.
Im Jahr 1918 wurde das Museum Teil des Gubernialhistorischen Heimatmuseums. 1938 wurde die Kunstabteilung dieses Museums in das Rjasanische Oblastkunstmuseum umgewandelt. Zunächst befand sich das Museum in einem separaten zweigeschossigen Steingebäude der Konsistenz aus dem 17. Jahrhundert, dessen Architekt J. K. Jarschow war, auf dem Gelände des Rjasaner Kremls.
Seit 1980 befindet sich das Museum in einem Denkmal der russischen Klassik des späten 18., frühen 19. Jahrhunderts, dessen Architekt unbekannt ist, aber vermutlich dem Kreis von M. F. Kasakow angehörte. Das Gebäude, das zuvor dem Rjasaner Kaufmann Gawril Wasiljewitsch Rjumins gehörte, wurde 1833 von seinem Sohn Nikolai Gawrilowitsch der Rjasaner Gubernialgymnasium für das Internat adliger Kinder übergeben. 1868 wurde an der Ostseite des Gebäudes ein zweigeschossiger Anbau für den Altarbereich der gymnasialen Kirche im Namen des Heiligen Nikolaus errichtet, die 1869 geweiht wurde. Heute ist dies der Eingang zum Museum von der Straße Freiheit. 1998 erhielt das Museum den Namen I. P. Pschalostin zurück.
Die ständige Ausstellung des Museums wird durch monatliche Ausstellungen aus seinen Beständen sowie aus Sammlungen anderer Museen des Landes ergänzt. Hier finden persönliche und Gruppenausstellungen zeitgenössischer Künstler aus Rjasan, Moskau, Petersburg und anderen Städten Russlands statt. Die besten Werke aus der Sammlung des Museums werden auf internationalen Ausstellungen präsentiert.
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