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Russische in Chile

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Russischsprachige Emigranten begannen 1854, nach Chile zu kommen. Unter ihnen waren Seeleute, Händler und Ärzte, darunter Alexei Scherbakow, der während des Zweiten Pazifikkriegs 1879-1883 als Chirurg in der chilenischen Marine diente.

Am Ende des 19. Jahrhunderts zogen etwa 250 Familien aus Russland nach Chile, die sich hauptsächlich in Araukanien niederließen, während etwa 100 Familien die Insel Chiloé als Wohnort wählten. Unter den Emigranten waren viele Juden und Ukrainer.

Zwischen den Weltkriegen kam eine kleine Gruppe von Emigranten aus der Weißen Bewegung nach Chile. In den 1950er Jahren kamen Emigranten aus Harbin hierher.

1954 gründete die russische Gemeinde einen Friedhof. Laut der Botschaft der RF leben in Chile etwa 1300 Menschen russischer Herkunft.

Russische Emigranten arbeiten in verschiedenen Bereichen. Anastasia Knyazeva sagt zum Beispiel: "Ich arbeite in meinem Beruf, im Gegensatz zu vielen Russen in Chile. Mein Beruf ist Balletttänzerin und Choreografin. Ich musste mich umschulen: Ich habe russische Volkstänze gemacht, hier habe ich auf lateinamerikanische umgeschaltet. Ich habe an Fernsehprojekten teilgenommen, drehe Werbespots, arbeite als Model und unterrichte Tanz."

Alexander Syssojew, der aus Krasnojarsk gezogen ist, erzählt: "Ich habe einen tollen chilenischen Job in einer Firma für die Entwicklung von Spielen für Android und iPhone gefunden. Das Team besteht aus erfahrenen Entwicklern, was es ermöglicht, auf Augenhöhe zu kommunizieren. In Russland war ich Programmierer, habe mich aber nicht mit Spielen beschäftigt. Jetzt bin ich eingestiegen und denke, dass die grundlegenden Kenntnisse, die im Vorstellungsgespräch geprüft werden, das Wichtigste sind. In einem solchen Team zu arbeiten, ist einfach und angenehm, die Atmosphäre ist entspannt. Man kann sogar eine Schaumstoffkugel an den Kopf bekommen, das ist der lokale Humor."

Eugeni Below, der als Arzt arbeitet, merkt an: "Der Mindestlohn in Chile beträgt etwa 272.000 chilenische Pesos, was ungefähr 27.000 Rubel entspricht. Lateinamerikaner glauben, dass eine Person fünf Tage hintereinander tagsüber eine Woche und fünf Nächte hintereinander in der nächsten Woche arbeiten kann. Das ist normal. Oder ein Arbeitstag von 17 Uhr bis 2 Uhr nachts ist auch ganz gewöhnlich."

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