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Olga Iossifowna Preobraschenskaja

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Zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren Millionen von Russen gezwungen, ihr Land zu verlassen und ins Exil zu gehen. Unter ihnen waren ehemalige Beamte und Generäle, Dichter und Schriftsteller, Künstler und Händler sowie Vertreter vieler anderer Berufe. Zu den Auswanderern gehörte auch die bekannte Ballerina des Mariinski-Theaters, Olga Iossifowna Preobraschenskaja.

Olga Iossifowna wurde am 2. Februar 1871 geboren. Sie wurde von den besten Pädagogen ihrer Zeit ausgebildet und erhielt eine hervorragende Ausbildung an der Kaiserlichen Theaterschule. Obwohl sie in ihrer Kindheit zart war, brachten ihr Fleiß und ständiges Training Früchte, und ihr natürliches Talent ermöglichte es ihr, früh bekannt zu werden. Fast sofort nach ihrem Debüt im Mariinski-Theater begann sie, Hauptrollen zu erhalten, und stand der legendären Mathilde Kschessinskaja, mit der sie nur ein Jahr Altersunterschied hatte, in nichts nach.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte der russische Ballett seinen Höhepunkt, und Preobraschenskaja war nicht nur in Russland, sondern auch darüber hinaus bekannt. Neben ihren Auftritten im Mariinski-Theater, wo sie als anerkannte Primaballerina galt, nahm Olga Iossifowna an Inszenierungen des berühmten Theaters „La Scala“ teil und tourte mit der Truppe durch Europa und Südamerika. 1914 begann sie zu unterrichten, und zu ihren Schülern gehörten herausragende Meister wie Alberto Alonso, Nina und Igor Juschkevitsch, Elizaveta Nikolskaja und Tamara Tumanowa. Doch die revolutionären Ereignisse hatten großen Einfluss auf sie, und 1921 verließ sie Russland und ging nach Frankreich. Im Exil unterrichtete sie viel und leitete die Ballettschule des Theaters „La Scala“. Olga Iossifowna lebte in Mailand, Berlin und Paris, wo sie am 27. Dezember 1967 starb. Sie wurde auf dem größten russischen Emigrantenfriedhof in Saint-Geneviève-des-Bois beigesetzt, wo viele herausragende russische Emigranten ihre letzte Ruhe fanden.

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