Der Petrowski-Dock in Kronstadt, eines der ältesten wasserbaulichen Werke, wurde unter Peter dem Großen, dem Gründer von Kronstadt und der Nordhauptstadt, angelegt. Der Bau des Docks wurde nach dem Tod des ersten russischen Kaisers abgeschlossen.
Peter der Erste gab persönlich den Befehl zum Baubeginn des Docks, da er erkannte, dass Kronstadt als internationaler Hafen einen vollwertigen Dock benötigte. Seinem Plan zufolge sollten Schiffe aus dem Finnischen Meerbusen durch einen Kanal in den Dock fahren, wo die Schleusen geschlossen wurden und das Wasser durch Schwerkraft in das darunterliegende Becken abfloss. Anschließend wurde das Wasser mit Hilfe von Windmühlen und Pferdeanlagen ins Meer gepumpt. Der Kaiser strebte an, dass die Schleuse schnell entleert wurde und nicht wie in Europa 1-2 Monate benötigte.
Der Bau begann 1719 und sollte in drei Jahren abgeschlossen sein. Für den Bau wurden über 3000 Menschen, hauptsächlich Soldaten, eingesetzt. Doch Materialmangel und die Notwendigkeit, Bauwerke zu verlegen, verzögerten den Prozess. Bis 1722 war der Kanal in Kronstadt größtenteils verlegt, und die Arbeiten zur Verstärkung seiner Wände hatten begonnen. Peter der Erste konnte den Abschluss seines Projekts nicht mehr erleben. Die feierliche Eröffnung fand am 30. Juli 1752 unter Elisabeth Petrowna, der jüngsten Tochter Peters, statt, die persönlich die Schleusenmechanismen in Gang setzte.
Für das 18. Jahrhundert war dies ein grandioses Bauwerk: Die Länge des Petrowski-Docks betrug 2,24 Kilometer. 1774 wurde eine Dampfmaschine aus Schottland eingeführt, die es ermöglichte, das Wasser aus dem Becken in nur 9 Tagen abzupumpen. Dieses technische Wunder hielt 75 Jahre, bevor es aufgrund des technologischen Fortschritts veraltet war.
Heute befinden sich die meisten Bauwerke des Petrowski-Docks in einem verwahrlosten Zustand, jedoch funktionierte ein Teil dieses einzigartigen wasserbaulichen Objekts bis 2008. Jetzt ist der Dock ein historisches Denkmal, und seine Bauwerke, selbst nach dreihundert Jahren, erregen weiterhin Bewunderung.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.