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Penzenscher Markt

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Der Handel auf den Märkten des Russischen Kaiserreichs war streng reglementiert, und die Behörden achteten sorgfältig auf die Einhaltung der sanitären Vorschriften. Betrachten wir dies am Beispiel der Penzenskaja Gubernija. Die Handelsflächen waren erheblich groß und umfassten Fleischläden und Labas für den Verkauf von Mehl und Brot. In den Fleischreihen wurde Rindfleisch verschiedener Sorten angeboten, das auf breiten Tischen ausgelegt war, die mit sauberem Tuch bedeckt waren.

Neben den Fleischläden befanden sich Verkäufer von Nüssen, Samen und Äpfeln. Gemüse und Obst waren reichlich vorhanden, besonders im Herbst, und darunter konnte man sogar Ananas finden. In den Mehl-Labas wurde die Ware in Säcken ausgestellt, damit die Käufer sie sehen konnten. Etwas abseits befanden sich die Reihen mit "Eisenwaren": Rohren, Öfen, Eimern und Produkten aus Gusseisen. Auf den Märkten wurde auch Haushaltsgeschirr verkauft.

Im Jahr 1865 beschrieb der Journalist der "Penzensker Gubernialnachrichten" Nikolai Prozin, dass man auf den Märkten Haushühner finden konnte. Hühner, Gänse, Truthähne und Enten waren mit Netzen und eisernen Hauben bedeckt. Die Hühner waren hauptsächlich russisch, aber manchmal gab es auch holländische und indische Rassen. Diese Vögel zeichneten sich durch große Größen aus, und die Hähne hatten hohe, muskulöse Beine. Die Enten waren sehr fett, ebenso wie die Gänse. Das Wild wurde an Holzstangen und -ästen aufgehängt, hauptsächlich waren es Auerhühner, Birkhühner und wilde Enten, deren Preis nicht weniger als 7 Kopeken für ein Paar betrug. Fisch wurde von Wagen und Tischen verkauft und war günstig: für den delikaten Sterlet wurden nur 12 Kopeken verlangt, was nach heutigem Kurs etwa 150 Rubel entspricht.

Abseits gab es eine Trödelreihe, wo alles Mögliche zu erschwinglichen Preisen verkauft wurde. Prozin bemerkte, dass man auf dem Trödelmarkt alles finden konnte: von einem Teeservice mit einem Tompak-Samowar bis hin zu einem Geschirr für ein Pferd, alten Uhren und einer Box mit geheimen Fächern. Hier konnte man auch eine Geige für 15-20 Rubel erwerben, die nach einer Reparatur in St. Petersburg bis zu 200 Rubel kosten konnte.

Geo-Punkt

Пензенский базар

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