Das Orjol Regionalmuseum ist eines der ältesten Museen in Orjol und der Region. Seine Eröffnung fand am 7. Dezember 1897 statt, als die 1884 gegründete Orjoler Archivwissenschaftliche Kommission die Eröffnungszeremonie des Orjoler Gouvernementsmuseums organisierte. Im Gästebuch des Museums ist ein Eintrag über dieses Ereignis erhalten geblieben, der belegt, dass das Museum von dem Gouverneur A. N. Trubnikow eröffnet wurde. Das Museum befand sich im Gebäude der Gouvernementsverwaltung an der Ecke der Sadovaya-Straße (heute M. Gorky-Straße) und des Sverbeevskiy-Gässchens. Besucher konnten ihre Rückmeldungen in einem speziell in Moskau angefertigten Buch hinterlassen, das bis heute ein wertvolles Exponat ist.
Das Museum umfasste zwölf Abteilungen, darunter geografische, archäologische, naturwissenschaftliche, ethnografische und andere. Später kamen militärhistorische Sammlungen hinzu. Das Museum sammelte auch Materialien, die mit bekannten Schriftstellern und Dichtern der Region Orjol verbunden sind, wie I. S. Turgenew und I. A. Bunin.
Während des Ersten Weltkriegs wurde das Museum als Evakuierungspunkt genutzt, führte jedoch weiterhin Ausstellungen durch, darunter solche, die dem Krieg gewidmet waren. Nach der Revolution von 1917 begann das Museum, sich mit neuen Exponaten aus nationalisierten Sammlungen zu bereichern. 1919 wurde es erneut als historisch-künstlerisches Museum eröffnet.
In den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges wurde ein Teil der Sammlungen evakuiert, aber das Museum arbeitete sogar während der Besatzung weiter. Nach dem Krieg nahm das Museum seine Tätigkeit wieder auf und schuf neue Ausstellungen, darunter über den Großen Vaterländischen Krieg. In den Nachkriegsjahren erweiterte und erneuerte sich das Museum.
Heute hat das Museum zwei Filialen: das Haus-Museum von V. A. Rusanov und das Militärhistorische Museum. Es veröffentlicht die Sammlung "Kraeviedcheskie Zapiski" und nimmt an der Aktion "Nacht im Museum" teil. In den Beständen des Museums befinden sich über 170.000 einzigartige Objekte. Im Jahr 2017 feierte das Museum sein 120-jähriges Bestehen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.