Oytinschloss, gelegen am Ufer des Großen Oytinsee in der Stadt Oytin (Eutin), diente früher als Residenz der Fürstbischöfe von Lübeck. Es ist eines der bedeutendsten historisch-architektonischen Denkmäler des Landes Schleswig-Holstein in Deutschland. Das Schloss ist von einem Graben und einem malerischen Park umgeben, der die Fasaneninsel umfasst, die mitten im See liegt.
Die Geschichte des Schlosses ist eng mit Russland verbunden. Hier verbrachte Johanna Elisabeth, die Mutter von Katharina II., ihre Kindheit. Im Jahr 1727 gehörte das Schloss ihrem Bruder Karl August, der der Ehemann der Zarin Elisabeth Petrowna werden konnte. Der nächste Besitzer war Adolf Friedrich, der dank der Unterstützung von Elisabeth den schwedischen Thron bestieg. In diesem Schloss trafen sich 1739 zum ersten Mal die zukünftigen Eheleute Katharina II. und Peter III.
In den 1990er Jahren wurden die Innenräume des Schlosses mit Mitteln einer Stiftung, die von den heutigen Eigentümern, dem Haus Oldenburg, gegründet wurde, restauriert. Im Schloss sind malerische Werke von Tischbein und zahlreiche Geschenke der Russischen Kaiserlichen Familie ausgestellt. Im Gebäude der Stallungen befindet sich das Museum von Ostholstein.
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