Das Museum der Moskauer Schützen „Strelizkije Palaty“ nahm 2014 seine Arbeit im Gebäude der Titow-Paläste auf, einem Denkmal der Architektur des 17. und 18. Jahrhunderts, das bis heute sein historisches Erscheinungsbild sowohl innen als auch außen bewahrt. Der erste Besitzer der Paläste war Semjon Stepanowitsch Titow, ein Duma-Diak des Razryadny-Prikaz und Vertrauter des Zaren Alexei Michailowitsch. Zu seinen Ehren erhielt das Gebäude seinen Namen. Die Familie Titow besaß das Haus jedoch nur bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, danach wechselten die Besitzer mehrfach. In den 1930er und 1940er Jahren befanden sich hier Gemeinschaftswohnungen, in denen Mitarbeiter des Dienstpersonals des nahegelegenen Schriftstellerhauses lebten. 2014 wurden in dem Gebäude Ausstellungsräume eröffnet, und im November 2015 begann das Museum für Militärgeschichte der Russischen Militärhistorischen Gesellschaft „Strelizkije Palaty“ seine Arbeit.
Die Hauptfiguren der „Strelizkije Palaty“ sind die Schützen, denen die Hauptausstellungen des Museums gewidmet sind. Die multimedialen Ausstellungen „Moskauer Schützen“ und „Diener des Moskauer Staates“ erzählen von der ersten regulären Armee Russlands und der Entwicklung der heimischen Streitkräfte im 17. Jahrhundert. Hier kann man Waffen, seltene Archivdokumente, großflächige Installationen und Modelle sowie Nachbildungen von Uniformen sehen, ergänzt durch künstlerische Malereien und multimediale Panoramen. Die Besucher können sich wie Schützen fühlen, indem sie eine Muskete laden, auf einer Trommel spielen oder das Schreiben nach altrussischen Kanons erlernen. In den „Strelizkije Palaty“ finden auch Ausstellungen zu militärhistorischen Themen und regelmäßige Veranstaltungen statt: Treffen, wissenschaftliche Vorträge, kreative Abende, Feste und kulturelle Marathons wie „Nacht im Museum“, „Bibliotheksnacht“ und „Nacht der Künste“.
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