Marianna (Mariamna) Verjewkina, Schülerin von Repin und bekannt als "russischer Rembrandt", wurde am 29. August 1860 in Tula geboren. Ihr Großvater, Pjotr Michailowitsch Daragan, war Gouverneur der Stadt, und ihre Großmutter, Anna Michailowna Daragan (geb. Balugjanskaja), bekannt als Kinderbuchautorin. Die Mutter von Marianna, Jelisaweta Petrowna Verjewkina (geb. Daragan), beschäftigte sich mit Malerei. Der Vater, General Wladimir Nikolajewitsch Verjewkin, nahm an den Krim- und Russisch-Türkischen Kriegen teil.
Marianna begann mit 14 Jahren zu zeichnen, als sie krank war, und ihre ersten Arbeiten wurden von Visionen inspiriert, die durch hohes Fieber hervorgerufen wurden. Ihre Mutter unterstützte ihre Leidenschaft, und Verjewkina erinnerte sich oft daran in ihrem Tagebuch "Briefe an einen Unbekannten".
Nach der Revolution lebte sie in München und der Schweiz. 1924 wurde Verjewkina eine der Gründerinnen der Vereinigung "Großer Bär" in Ascona, wo sich Künstler versammelten, die oft diese Stadt besuchten. 1922 eröffnete sie zusammen mit dem Schweizer Künstler Ernst Kemper ein kleines Museum für moderne Kunst in Ascona. Dank ihrer Kontakte bat sie befreundete Künstler, dem Museum jeweils ein Werk zu schenken, und wiederholte damit die Erfahrung von Alexei Bogoljubow, der das Radischtschew-Museum in Saratow gegründet hatte, jedoch ohne Unterstützung einflussreicher Organisationen.
Die erste Ausstellung des Museums fand in der Villa Pankaldi in Ascona statt, wo es sich auch heute noch befindet. Die Sammlung des Museums umfasst Werke, die von Alexei Jawlensky, Paul Klee und anderen Künstlern geschenkt wurden, sowie die größte Sammlung von Werken von Marianna Verjewkina weltweit.
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