Das Gebäude, in dem sich heute die MBUK Museum „Radogosch“ befindet, wurde laut Historikern Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und gehörte dem aristokratischen Kaufmann Lewando. Obwohl er selbst in Petersburg lebte, diente dieses Haus ihm als Winterresidenz, und die Einheimischen nannten es Lewandinas Berg. Später befand sich hier die Stadtverordnetenversammlung, im zweiten Stock hing eine Urkunde mit dem Magdeburger Recht, und im Erdgeschoss war die Polizeistation untergebracht.
Nach der Revolution beherbergte das Gebäude den Bezirkskomitee der Partei und lokale Behörden. In den 1970er und 1980er Jahren war hier eine Musikschule tätig. 1986 wurde das Gebäude in ein historisch-lokales Museum umgewandelt.
Im Mai 2016 feierte das Museum sein 30-jähriges Bestehen. Es spielt eine bedeutende Rolle und erfreut sich großer Beliebtheit. Hier finden regelmäßig Treffen mit Veteranen, Mut-Unterricht, ein Club für interessante Begegnungen und die Luferov-Lesungen zu Ehren unseres Landsmannes, des Historikers und Heimatforschers A. M. Luferov, sowie zahlreiche Führungen statt. Auf der Basis des Museums arbeitet die Suchtruppe „Sudost“. Derzeit beherbergt das Museum mehr als zehntausend Exponate aus dem Haupt- und wissenschaftlich-hilfsfonds. Es ist eines der dynamischsten kommunalen Museen der Region Brjansk, dessen Sammlungen einzigartige Kollektionen antiker Münzen und Dokumente enthalten. In den Jahren 2012 und 2017 wurde die Ausstellung des Museums vollständig aktualisiert, alle Räume renoviert und das Gelände verschönert. Am 17. Dezember 2013 fand im Museum die feierliche Eröffnung neuer Säle und Ausstellungen nach einer umfassenden Renovierung statt, die mit Unterstützung der Verwaltung der Region Brjansk und des Bezirks durchgeführt wurde. Den Gästen wurden aktualisierte und neue Ausstellungen präsentiert: „Archäologie und Ethnographie“, „Das Leben im alten Pogar“, „Saal der militärischen Ruhmestaten“, „Saal der berühmten Landsleute“, „Geschichte der Aufklärung, Kultur und Sport im Bezirk“, „Entwicklung der Landwirtschaft und Industrie im Bezirk im 20. Jahrhundert“, „Ära des Sozialismus. 1917-1991 im Pogar-Distrikt“, „Geschichte der Haushaltsgeräte des 19. und 20. Jahrhunderts“. Am 18. Mai, dem Internationalen Museumstag, findet traditionell die „Nacht im Museum“ statt.
Im Ausstellungsraum sind Arbeiten von Volkskunsthandwerkern, Künstlern und Kinderanwendungen zu sehen. Im kreativen Salon gibt es einen Club für interessante Begegnungen, und es werden interaktive Spiele veranstaltet.
Im Jahr 2016 gewann das Museum ein Stipendium der Wohltätigkeitsstiftung V. Potanins im Rahmen des Programms „Museumsguide“ zur Schaffung einer museumstouristischen Route „Pogar, die letzte Stadt des Magdeburger Rechts“, die 2017 erfolgreich mit theatralischen Aufführungen des Museumstheaters eröffnet wurde.
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