Das Museum für Stadtgeschichte von Jaroslawl wurde im August 1985 als Zweigstelle des Jaroslawler Staatlichen Museums eröffnet. Seit 1998 ist es ein selbstständiges kommunales Museum.
Das Museum befindet sich in einem Kaufmannsanwesen an der Wolga-Promenade. Das Hauptgebäude des Anwesens wurde 1893-1894 mit Mitteln des Kaufmanns I. Gilde, Wassili Jakowlewitsch Kusnezow, erbaut, dessen Vermögen am Ende seines Lebens auf fast 1 Million Rubel geschätzt wurde. Nach seinem Tod im Jahr 1901 ging das Haus an seine Witwe, Jelisaweta Maximowna Kusnezowa. Im Jahr 1918 wurde das Gebäude nationalisiert und für verschiedene Institutionen genutzt, darunter ein Kinderkrankenhaus und eine Augenabteilung.
Im Jahr 1985 wurde das Haus zum Museum für Stadtgeschichte. 1998 wurde das Museum auf Initiative des Bürgermeisters und mit Unterstützung des Gouverneurs zu einem kommunalen Museum, was mit den Vorbereitungen zum 1000-jährigen Jubiläum von Jaroslawl verbunden war. Der Leiter des Museums wurde Wladimir Georgijewitsch Iswekow, unter dessen Leitung Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt und eine neue Ausstellung geschaffen wurde. Die Finanzierung des Projekts erfolgte aus dem städtischen Haushalt und durch Sponsoren von mehr als 40 Organisationen, die im Freundebuch des Museums vermerkt sind. Die Wiederherstellung des Gebäudes wurde von den Architekten-Restauratoren S. N. Stoljaro und S. E. Nowikow durchgeführt.
Die Ausstellung des Museums, "Zehn Jahrhunderte Geschichte von Jaroslawl", umfasst die gesamte Geschichte der Stadt vom 11. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Sie besteht aus sechs thematischen Sälen, in denen archäologische Funde, Schriftdenkmäler und andere Exponate präsentiert werden. Besonderes Augenmerk gilt dem Modell von Jaroslawl aus dem 13. Jahrhundert. Die Ausstellung umfasst auch die Zeit des Moskauer Zarenreichs, die Wirrenzeit und die Entwicklung der Stadt im 18. Jahrhundert, einschließlich der Jaroslawler Großen Manufaktur und der Gründung der Provinz.
Der fünfte Saal ist der politischen Geschichte der Stadt gewidmet, einschließlich der Ereignisse der Ersten Russischen Revolution und des Ersten Weltkriegs sowie dem Jaroslawler Aufstand von 1918. Der sechste Saal behandelt die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und die moderne Geschichte der Stadt. Das Museum umfasst auch Säle, die berühmten Jaroslawlern und den internationalen Beziehungen der Stadt gewidmet sind.
Im Jahr 2002 wurde die Ausstellung "Aus der Geschichte der Jaroslawler Medizin" eröffnet, und 2016 die Ausstellung "Weltkulturerbe", die dem historischen Teil von Jaroslawl gewidmet ist, der in die UNESCO-Liste aufgenommen wurde. Das Museum hat zwei Zweigstellen: die Stadtgalerie N. A. Nuschin und das Zentrum für belarussische Kultur. Von 2012 bis 2019 wurde das Museum von Walerij Wasiljewitsch Welitschko geleitet, und seit Mai 2019 ist Alexander Witaljewitsch Netschajew Direktor.
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