Der Bau des Massandrowski Palastes begann 1881 auf Befehl von Fürst Semjon Michailowitsch Woronzow. Doch ein Jahr nach Beginn der Arbeiten starb der Fürst, seine Witwe ging ins Ausland und der Bau wurde eingestellt. Acht Jahre später wurde das Anwesen für Kaiser Alexander III. erworben, der anordnete, den Bau abzuschließen. Doch auch diese Pläne sollten nicht verwirklicht werden: Im Herbst 1894 starb der Kaiser, ohne jemals im Palast gelebt zu haben, und die Arbeiten wurden erneut gestoppt. Es schien, als verfolgte ein böses Schicksal diesen Ort, denn keiner der Besitzer hatte die Gelegenheit, das Haus zu bewohnen.
Den Bau des Schlosses übernahm Nikolaus II. Im Innenraum wurden massive Marmorstücke und Mahagoni verwendet, und in den Sälen hingen handgefertigte Kronleuchter. Dennoch blieb Nikolaus II. fast nie über Nacht in diesem Palast und nutzte ihn hauptsächlich als Jagdhaus, möglicherweise wegen des schlechten Rufs des Ortes.
Nach der Revolution wurde hier ein Sanatorium für Tuberkulosekranke eröffnet. Nach dem Krieg wurde das Gebäude von einem Forschungsinstitut für Weinbau genutzt. Später wurde der Massandrowski Palast zur staatlichen Datscha. Seit 1992 fungiert er als Museum.
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