Während der Krönungsfeierlichkeiten 1894 kam es zu einem unangenehmen Vorfall: Die Kapazitäten des einzigen Georgievskaja-Kraftwerks reichten nicht für die festliche Beleuchtung aus. Die Stadtverwaltung musste dringend die Besitzerin der Sandunowskaja-Bäder, Wera Firsanova, um Hilfe bitten, deren Badeelektrizitätswerk die Aufgabe erfolgreich bewältigte und die notwendige Menge an Strom lieferte. Danach wurde beschlossen, ein neues leistungsstarkes Kraftwerk an der Rauscha-Naberezhnaya zu bauen, das 1897 in Betrieb genommen wurde, woraufhin das alte Kraftwerk aufgrund seiner Ineffizienz geschlossen wurde.
Das Georgievskaja-Kraftwerk wurde 1888 von der „Aktiengesellschaft für elektrische Beleuchtung von 1886“ an der Ecke der Bolshaya Dmitrovka und der Georgievskij-Gasse errichtet, an der Stelle des Gartens des ehemaligen weiblichen Georgievskij-Klosters, was dem Kraftwerk seinen Namen gab. Das Gebäude wurde von dem Architekten Wladimir Dmitrijewitsch Scher entworfen, dem Sohn eines bekannten Knochenmeisters. Das Kraftwerk wurde im russischen Stil mit reichem Dekor, Ecktürmchen und großen halbrunden Fenstern gestaltet. Ursprünglich war es mit vier Dampfmaschinen und sechs Kesseln ausgestattet. Bis 1897 erreichte die Leistung des Kraftwerks 2000 Pferdestärken, versorgte 800 Abonnenten und 25.000 Glühlampen bei einer Kabellänge von 50 km.
Nach der Schließung des Kraftwerks wurde das Gebäude einige Zeit als Ausstellungsraum genutzt. Im Dezember 1901 fand hier eine „elektrische Ausstellung“ statt, bei der den Moskauer Bürgern zum ersten Mal der „drahtlose Telegraph“ des Erfinders A.S. Popov präsentiert wurde.
Im Jahr 1905 wurde im Gebäude eine der ersten Automobilgaragen untergebracht, und später eröffnete ein „Fiat“-Automobilgeschäft.
Nach der Revolution wurde im ehemaligen Kraftwerk der erste Buspark in Moskau eingerichtet, gefolgt von einem Taxipark. Das Gebäude wurde „Kleiner Manege“ genannt.
Später wurde hier eine Wartungsstation für die Garage mit besonderem Zweck eingerichtet, wo bis 1994 Regierungsfahrzeuge repariert wurden.
Im Jahr 1995 wurde das Gebäude auf Beschluss der Moskauer Regierung umgebaut und in einen Ausstellungsraum „Neuer Manege“ umgewandelt, der im folgenden Jahr eröffnet wurde.
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