Ende der 1980er Jahre, als touristische Routen entwickelt wurden, fiel der Blick auf einen kleinen Kapellenpfeiler an der ehemaligen Straße der Sträflinge des zaristischen Russlands, bekannt als 'Wladimirka', im Gebiet des Dorfes Peksha. Hier stimmt die neue Betonstraße Moskau-Ufa faktisch mit der alten Spur der Wladimirka überein. Dieser alte Straßenpfeiler, der sich durch eine elegantere und längliche Form auszeichnete, war in schlechtem Zustand: Die Ziegel waren dunkel geworden und an einigen Stellen zerfallen.
Im Kulturamt des Vladoblispolkom, das sich im selben Gebäude wie das Wladimir-Suzdal-Museum-Reservat befand, entstand die Idee, hier einen Parkplatz für Touristenbusse zu schaffen. Nach den sanitären Vorschriften mussten die Touristen aussteigen, um sich die Beine zu vertreten und andere Angelegenheiten zu klären. Man beschloss, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden: den Ziegelpfeiler wiederherzustellen und ihn in die Exkursionsprogramme des Künstlerhauses-Museums von Lewitan im Dorf Peksha aufzunehmen. Der alte Pfeiler wurde schnell abgerissen und an seiner Stelle wurde eine neue Kapelle aus Trennziegeln gebaut, sowie ein Parkplatz eingerichtet. Alles verlief nach Plan, aber leider brannte das Holzhaus-Museum von Lewitan aufgrund eines vandalistischen Brandanschlags nieder und zerstörte alle Exponate des bäuerlichen Lebens, einschließlich alter Spinnräder, Schöpflöffel und Ikonen. Zu dieser Zeit zerfiel auch die UdSSR. Die touristischen Pläne und Routen wurden vergessen, und der Ort wurde verlassen und ungenutzt, bis die zukünftigen Besitzer der Tankstelle die Genehmigung zur Nutzung des Landes erhielten. Beim Bau der Tankstelle befanden sich die Treibstofftanks genau an der Stelle der ehemaligen Kapelle. Damit das Modell nicht störte, wurde es abgebaut und 50 Schritte zur Seite in die Büsche versetzt, wo es bis heute steht, ungenutzt, mit unberührtem Gras zwischen den Bäumen.
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