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Lutheranische Kirche St. Maria Magdalena in Woronesch

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Die lutherische Kirche St. Maria Magdalena befindet sich in Woronesch in der Karl-Marx-Straße 65 und gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses.

Protestantische Gemeinden begannen sich in Woronesch zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu bilden, als Peter I. Ausländer einlud, um die Flotte zu bauen. Ende des 18. Jahrhunderts, auf Erlass von Katharina II., siedelten deutsche Einwanderer in die Provinz Woronesch und gründeten die Siedlung Riebensdorf. Einige von ihnen ließen sich in Woronesch nieder, und 1811 wurde beschlossen, eine Kirche zu bauen.

Das Gebäude im Empire-Stil wurde vom Provinzarchitekten F. K. Drewitz entworfen. Die Kirche wurde am 12. September 1819 von Pastor Allendorf aus Riebensdorf geweiht. 1822 zog er nach Tambow, kam aber bis 1825 zweimal im Jahr nach Woronesch, um Gottesdienste abzuhalten. Am 23. Februar 1825 wurde Samuel Jakob Heller aus Sarepta zum Pastor in Riebensdorf ernannt, der bis 1864 bis zu neunmal im Jahr nach Woronesch kam, um in der Kirche St. Maria Magdalena zu predigen. Nach seinem Tod am 4. Mai 1864 wurde der Kursker Pastor Wichert Pastor der protestantischen Deutschen in Woronesch, der bis Juni 1865 kam. Von diesem Zeitpunkt an trennte sich die Woronescher Gemeinde von der Riebensdorfer und erhielt einen eigenen Pastor. Die Woronescher Gemeinde umfasste alle Landkreise der Provinz, außer dem Ostriogoschker.

Im Jahr 1854 wurde das Kirchengebäude umgebaut, und in den Jahren 1869, 1882 und 1897 fanden umfassende Renovierungen statt.

Die Familie Stoll spielte eine aktive Rolle im Gemeindeleben. Der Stadtarzt Hermann Friedrich Stoll leitete 30 Jahre lang den Kirchenrat. Mit Mitteln der Familie wurde das Altenheim „Stoll'sches Asyl“ eingerichtet.

Im Jahr 1938 wurde die Gemeinde aufgelöst. Zu dieser Zeit wurde in dem Gebäude ein baptistischer Prediger verhaftet, der später erschossen wurde. Ab 1943 wurde das Gebäude von der Stadtstromversorgung genutzt.

Im Jahr 2008 wurde das Gebäude der lutherischen Gemeinde, die zur Evangelisch-Lutherischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses gehört, zurückgegeben, und am 20. April 2008 wurde es von Pastor Anatoli Malachow und dem Vertreter der ELKAI Konstantin Andrejew geweiht. Nach der Renovierung wird das Gebäude für regelmäßige evangelische Gottesdienste genutzt.

Im Jahr 2015 wurde der Pfarrer der Kirche, Anatoli Malachow, Bischof des Südlichen Kirchenkreises der ELKAI, und die Kirche St. Maria Magdalena erhielt den Status einer Kathedrale.

Geo-Punkt

Лютеранский собор святой Марии Магдалины в Воронеже

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