Der Glockenturm wurde von 1789 bis 1799 erbaut. Im zweiten Stock befand sich die Kirche des Heiligen Nikolaus, die 1806 geweiht wurde. Im Jahr 2013 wurde die Nikolauskirche restauriert und geweiht, und 2014 wurde die vollständige Restaurierung des Glockenturms abgeschlossen.
Nach der Schließung des Klosters wurden alle Glocken abgenommen, und bis heute ist unklar, wo sich die große Glocke befindet. Einer Version zufolge ist sie auf dem Grund des Flusses Satis versenkt. Am Glockenturm wurden Uhrwerke installiert, die von dem Meister Kobyli aus Tula gefertigt wurden. Sie spielten die Melodie „Wer wird dir entkommen, Sterblicher?“, während die Minuten-Glocke an die Vergänglichkeit des Lebens erinnerte. Der alte Mechanismus ist nicht erhalten geblieben, und lange Zeit gab es am Glockenturm einfach Uhren ohne Schlag, die von einem Mechanismus aus dem Jahr 1961 betrieben wurden. In der sowjetischen und postsowjetischen Zeit wurde der Glockenturm als Fernsehturm genutzt. Erst 2012 wurden die technischen Plattformen und Geräte entfernt und eine neue Kuppel installiert.
Im Dezember 2013 wurde die restaurierte Vorhallen-Kirche des Heiligen Nikolaus von 1806 geweiht, in der die Gottesdienstleitung der Metropolit von Nischni Nowgorod und Arzamas Georgij übernahm. Die Kirche wurde vollständig erneuert: fremde Konstruktionen wurden entfernt, Ingenieurnetze und Fensterblöcke ersetzt, eine umfassende Renovierung durchgeführt. Die Kirche wurde nicht nur restauriert, sondern auch im akademischen Stil neu bemalt, wie in der Zosimo-Savvatij-Kirche.
Im Jahr 2014 wurden während der Restaurierungsarbeiten die Heiligen Pforten geöffnet und eine erhaltene Malerei entdeckt. In der sowjetischen Zeit gab es dort eine abgehängte Decke, und die Bögen waren wie Fenster verglast. Nach der Entfernung des Überflüssigen öffnete sich das Gewölbe mit Malereien aus der Klosterzeit, Ornamenten und christlichen Symbolen. An den Seiten, über den Türöffnungen, sind Reste der erzählerischen Malerei erhalten geblieben, die durch die Balken der Decken beschädigt wurde, aber der größte Teil ist erhalten geblieben.
Im April desselben Jahres wurden Glocken für die restaurierten Uhren zum Glockenturm gebracht, und die Stadtbewohner hörten wieder den melodischen Schlag der Uhren. Bis August 2014 hatte der Glockenturm sein historisches Aussehen vollständig zurückerlangt.
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