Am Zusammenfluss des Flusses Chudes mit der Kuban befindet sich der für die Karatschaier heilige Stein namens „Kadau Tasch“, was so viel bedeutet wie „Festungsstein“ oder „Schlossstein“. Der Legende nach schützt er das Volk vor Unglück und Pech. Der Stein ist auch als „Karchi-Stein“ bekannt. Im 19. und 20. Jahrhundert gab es viele Spekulationen über seinen Ursprung, und die meisten kamen zu dem Schluss, dass es sich um einen Meteoriten handelt. Laut karatschaier Legenden fiel der Stein vor etwa 700-800 Jahren vom Himmel. Seine ungewöhnliche blasenartige Oberfläche unterscheidet ihn von anderen Steinen in der Umgebung, was als Argument für seinen außerirdischen Ursprung diente. Allerdings gibt es in der Umgebung des Flusses auch andere poröse Steine, die aufgrund ihrer kleineren Größe unbemerkt bleiben.
Achmat Magometowitsch Bajramkulow behauptet in seinem Buch, dass das karatschaeo-balkarische Volk seit über 2700 Jahren in diesen Ländern lebt. Er schreibt auch, dass der „Karchi-Stein“ ein Meteoriten von 11.000 Jahren ist, was Fragen aufwirft, wie die Karatschaier von seinem Fall wissen konnten, wenn ihre Vorfahren damals nicht hier lebten. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Stein magmatischen Ursprungs ist und während eines Ausbruchs des Elbrus aus den Tiefen der Erde ausgeworfen wurde. Wissenschaftler, darunter Professor Juri Jakowlewitsch Potapenko und seine Kollegen, untersuchten Proben des Steins und kamen zu dem Schluss, dass er kein Meteoriten ist. Sie bemerkten, dass ein Meteoriten dieser Größe einen großen Krater hinterlassen hätte und an seinem Absturzort ein See entstanden wäre. Auch die Version, dass der Stein vom Fluss Chudes transportiert wurde, wurde widerlegt. Während des Ausbruchs des Elbrus entstanden Rinnen, von denen eine im Tal des Flusses Chudes liegt, wo der Stein gefunden wurde.
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