Michail Franzewitsch Lenin, bekannt unter seinem bürgerlichen Namen Igantjuk, wurde am 21. Februar (nach dem neuen Kalender am 4. März) 1880 in Kiew geboren. Er war der Sohn des Kleinbürgers polnischer Herkunft Franz Grigorjewitsch Igantjuk und seiner Frau Jewdokija Michailowna. Zum ersten Mal trat Michail im Alter von 16 Jahren auf, als er Schüler einer Realschule war und an einem Theaterkreis teilnahm. Seine Darstellung der Rolle des Albert in der Schulaufführung „Der geizige Ritter“ nach dem Werk von A.S. Puschkin war so erfolgreich, dass er selbst und die Umgebung in ihm einen zukünftigen Künstler sahen. Inspiriert davon ging er 1899 nach Moskau, um an der Schule des Kleinen Theaters aufgenommen zu werden.
Im Jahr 1902 schloss Michail die dramatischen Kurse an der Moskauer Theaterhochschule unter der Leitung von A.P. Lenski ab und trat der Truppe des Kleinen Theaters bei. Sein Bühnenerscheinungsbild, einschließlich seiner großen Statur, flexiblen Figur, ausdrucksvollen Gesicht und klangvollen Stimme sowie sein Temperament trugen zu seinem Erfolg bei. In den Jahren 1919-1920 war er Schauspieler im Staatlichen Demonstrationstheater, und von 1921 bis 1923 trat er im ehemaligen Korsh-Theater auf. 1923 kehrte er zum Kleinen Theater zurück, wo er bis zu seinem Lebensende arbeitete. Während des Krieges wurde er zusammen mit der Theatertruppe nach Tscheljabinsk evakuiert, wo im April 1942 unter seiner Leitung eine Frontbrigade vorbereitet wurde. Vom 8. bis 31. Mai 1942 gab diese Brigade 48 Konzerte für die Truppen der Moskauer und Nordwestfront. Michail Lenin starb am 9. Januar 1951 in Moskau an einer schnell fortschreitenden Form von Tuberkulose.
Im Laufe seiner Karriere wurde der Schauspieler 1949 mit dem Leninorden und 1937 mit dem Orden des Roten Arbeitsstandards ausgezeichnet.
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