Heute befindet sich das Ioanno-Mariinski-Frauenkloster an seinem historischen Ort und nimmt ein Drittel des Gebiets der psychiatrischen Klinik ein. Die Wiederherstellung des Klosters, das in den sowjetischen Jahren zerstört wurde, begann im Jahr 2004, als an früherer Stelle eine kleine Mönchsgemeinschaft unter der Leitung der Äbtissin Nonne Ioanna (Likhomanova) gegründet wurde. Bereits im ersten Jahr seines Bestehens bewies das Kloster seine Lebensfähigkeit: Die Schwestern organisierten eine Sonntagsschule für Kinder und leisteten Hilfe für die Filiale des Krankenhauses.
Die Wiederbelebung des Klosters begann buchstäblich mit den Ruinen. Am 17. Februar 2006 wurde eines der zahlreichen Gebäude, die einst zur heiligen Abtei gehörten, offiziell von der psychiatrischen Klinik in die Verwaltung des Bistums Stavropol übergeben. Dieses kleine Zellengebäude wurde der Beginn einer neuen Ära im Leben des Klosters auf dem Gebiet der Stadt des Kreuzes. Leider wurden vier von fünf Klosterkirchen vollständig abgerissen, und die fünfte wurde erheblich umgebaut und ist bis heute nicht an den rechtmäßigen Eigentümer übergeben worden. Das halbzerstörte zweigeschossige Gebäude, das jahrzehntelang verwahrlost war, wurde allmählich mit dem Segen von Bischof Theophan und später seinem Nachfolger, Metropolit Kirill, wiederhergestellt.
Im Jahr 2011 wurde im wiederhergestellten Schwesternhaus des Klosters eine Kirche eröffnet, in der der Priester Vasily Strukov regelmäßig Gottesdienste und alle notwendigen Sakramente durchführt. Das geistliche Leben des Klosters ist, wie in früheren Zeiten, sehr reichhaltig: Die Äbtissin, Nonnen, Mönche und Novizinnen erfüllen mit Ehre ihre Gebets- und Arbeitspflichten, helfen beim Bau eines neuen Gebäudes, kümmern sich um die geistliche Erziehung der Kinder der Sonntagsschule, züchten Ziegen und Geflügel, bewirtschaften Garten- und Gemüseflächen, ernten und teilen die Ernte mit Bedürftigen.
Das Kloster ist immer für Pilger geöffnet, die die Schwestern gerne zum Gebet einladen und mit einer köstlichen Klostermahlzeit bewirten, die auch an jedem der orthodoxen Feiertage verfügbar ist. Die Abtei arbeitet aktiv mit dem Spaso-Transfiguration-Rehabilitationszentrum zusammen: Obdachlose sowie Alkohol- und Drogenabhängige, die ins Kloster kommen, um Nahrung zu erhalten, bekommen hier geistliche Unterstützung, erfahren von dem Rehabilitationszentrum und machen sich mit der Hoffnung auf Heilung und Rückkehr zu einem vollen Leben in der Gesellschaft dorthin auf.
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