Die Gemeinde des Dorfes Großes Polpino existiert seit Ende des 18. Jahrhunderts. Die Steinkirche im Dorf wurde unbekannt wann und von wem erbaut. Sie bestand aus zwei Teilen und hatte zwei Altäre. Der erste Teil, die alte Tafel, war für die Wintergottesdienste bestimmt, hier befand sich der Altar zu Ehren des Heiligen und Wundertäters Nikolaus. Der zweite Teil, der Sommerteil, wurde 1855 an die Ostseite der Tafel angebaut, hier war der Altar zu Ehren des Vorläufers und Täufers des Herrn Johannes. Im Jahr 1860, nach einem Brand, der das gesamte Dorf zerstörte, wurde die Kirche stark beschädigt, aber die Wände blieben intakt. Die Kirche wurde mit Mitteln der Gemeindemitglieder wiederhergestellt. Der letzte Priester, Konstantin Nikolajewitsch Limatschow, wurde am 20. November 1937 verhaftet, danach wurde die Kirche geschlossen und in einen Dorfgemeinschaftsraum umgewandelt. Im Jahr 1943 wurde die Kirche zerstört.
Die Gemeinde wurde 1994 wiederbelebt. Von Juni bis Oktober 1996 fanden die Gottesdienste in einem privaten Haus statt. Von November 1996 bis Juli 2002 fanden sie in einem gemieteten leerstehenden Geschäft statt. Von Juli bis Dezember 2002 wurden die Gottesdienste in einem Bauwagen auf dem Gelände der im Bau befindlichen Kirche abgehalten. Seit Dezember 2002 werden die Gottesdienste im unteren Altar der Kirche zu Ehren der Entschlafung der Heiligen Gottesmutter gefeiert.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.