Die hölzernen Befestigungen und Kirchen, die zuvor an diesem Ort standen, wurden 1672 durch ein Feuer zerstört. In dieser Zeit erlebte die Stadt ein wirtschaftliches Wachstum, und an der Stelle der verbrannten Gebäude wurden Backsteinkirchen errichtet. Die Sommer-Erlöserkirche wurde 1689 und 1691 als erste errichtet, gleichzeitig mit der Dreifaltigkeitskathedrale und der Epiphaniekirche.
Im Jahr 1761 wurde der Ikonostase erneuert, für den lokale Meister, der Bauer Polikarp Golowin und der Kirchenälteste Peter Petelin, Ikonen schufen. Bis 1850 waren die Kuppeln der Kirche mit Holzschindeln bedeckt, die dann durch vergoldetes Eisen ersetzt wurden.
Vor der Revolution 1917 dienten in der Kirche der Priester Grigori Garjajew und der Diakon Alexander Ipatiw, die im September 1918 ermordet wurden. Die Russische Orthodoxe Kirche sprach sie im Jahr 2000 als heilige Märtyrer heilig. Anfang der 1930er Jahre wurde die Kirche geschlossen, und in ihrem Gebäude wurde ein DOSAAF-Ausschuss untergebracht. Jetzt fungiert die Erlöserkirche wieder als Pfarrkirche, und die Gottesdienste wurden wieder aufgenommen.
Die Erlöser- und die Erzengelkirche befinden sich im historischen Zentrum der Stadt, wo sich in der Antike die hölzerne Stadtfestung und hölzerne Kirchen befanden. Zum Zeitpunkt des Baus der Backsteinkirchen hatte sich das Stadtzentrum nach Osten in den Bereich der Dreifaltigkeitskathedrale verlagert. Die Stadt liegt an einem Hang, der zur Usolka führt, weshalb sich sogar die Festung nicht auf einer Erhebung, sondern an einem Hang zwischen zwei Tälern befand, die den Hügel durchzogen. Jetzt sind die Täler abgeflacht und kaum noch sichtbar. In der Vergangenheit spielten diese Kirchen eine wichtige Rolle im Stadtbild, aber jetzt wird ihre Sicht durch moderne Bebauung erschwert.
Der fünfkuppelige zweisäulige Quader der Kirche ist in Querrichtung gestreckt, was ihm eine gewisse Massivität und Schwere verleiht. An den glatten Wänden heben sich die verzierten Fensterrahmen hervor. Ein besonderes Merkmal der Gestaltung des Altars sind die massiven figürlichen Halbsäulen, die die drei Altarbereiche voneinander trennen.
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