Die Gemeinde an diesem Ort wurde im 16. Jahrhundert von den Boyaren Chitrovo gegründet, die die nahegelegenen Dörfer besaßen. Ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Gemeinde war das Auffinden des wundertätigen "Kaluzhskaya"-Ikone der Gottesmutter im Jahr 1748.
Das Erscheinen dieser Ikone fand 1748 im Dorf Tinkovo im Haus des Gutsbesitzers V.K. Chitrovo statt. Die auf grobem Leinen gemalte Ikone wurde von den Dienstmädchen auf dem Dachboden entdeckt. Eine der Dienstmädchen, die der Darstellung der Gottesmutter gegenüber Respektlosigkeit zeigte, verlor die Sprache, und ihre Hände und Füße wurden taub. Sie wurde erst nach dem Gebet ihrer Eltern vor der gefundenen Ikone gesund. Der Gutsbesitzer nahm die Ikone mit nach Hause, schmückte sie mit einem Rahmen und erlaubte allen, die kommen wollten, sie zu besuchen. Bald darauf brachte er die Ikone in die Pfarrkirche der Geburt der Gottesmutter und vermachte, sie niemals von dort zu entfernen.
Die steinerne Kirche mit drei Altären wurde 1760 von V.K. Chitrovo erbaut. Der Hauptaltar wurde zu Ehren der Geburt der Heiligen Gottesmutter geweiht, der nördliche zu Ehren des Heiligen Nikolaus und der südliche zu Ehren der Apostel Petrus und Paulus. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Speisehalle bemalt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es an der Weihnachtskirche zwei kirchliche Schulen: eine im Dorf Kaluzhka und die andere im Dorf Turynina Sloboda. Letztere wurde am 2. Oktober 1896 mit dem Segen von Bischof Makarius gegründet. In verschiedenen Jahren wurden dort zwischen 90 und 130 Schüler unterrichtet.
An der Kirche standen zwei Häuser für den Kirchengeistlichen. Früher gab es an der Kaluzhsk-Tula-Straße eine angegliederte Kapelle. Bis 1918 umfasste das Personal der Gemeinde zwei Priester, einen Diakon und zwei Psalmodisten. Die Kirche wurde 1938 von der sowjetischen Macht geschlossen, Ikonen und liturgische Gegenstände wurden zerstört, der Glockenturm und die Kuppeln abgerissen. Im Jahr 1950 wurde das Gebäude als Mittelschule Nr. 28 genutzt.
Die Kirche wurde 1991 wieder eröffnet. An der Kirche gibt es eine wundertätige Quelle, an der jährlich Wasserweihen stattfinden: zur Ehrung des Auffindens der Kaluzhskaya Ikone (am ersten Sonntag der Peterszeit), zur Rettung Kalugas vor Cholera im Jahr 1892 (18./31. Juli), zur Befreiung von der Pest im Jahr 1771 (2./15. September) und zur Vertreibung der Franzosen im Jahr 1812 (12./25. Oktober).
Derzeit gehört die Weihnachtskirche dem Frauenkloster der Kaluzhskaya Ikone der Gottesmutter.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.