Der Tempel des heiligen Sergius von Radonesch bei der Station Isakogorka wurde in erster Linie für die Arbeiter des Eisenbahnknotens eröffnet. Bereits 1895, kurz nach Beginn des Baus der Eisenbahn, gab es hier eine mobile Kirche.
Einige Jahre nach der Inbetriebnahme der Strecke begann der Bau einer Holzkirche. Die Bewohner von Isakogorka wählten dafür einen hohen und trockenen Ort, der "Kulebjak" genannt wurde, und errichteten die Kirche innerhalb eines Jahres. Im Jahr 1902 störte das Glockenläuten der neuen Kirche, die zu Ehren des heiligen Sergius von Radonesch geweiht wurde, die Stille der taigaartigen Wälder und Sümpfe.
Die Kirche zog mit ihrem äußeren Erscheinungsbild die Aufmerksamkeit auf sich: ein hoher Glockenturm, ein Dach mit mehreren Ebenen, große Fenster mit bunten Glasfenstern und große Kreuze, die in die Wände eingebaut waren. Auf beiden Seiten der Straße, die zur Kirche führte, wurden Birken gepflanzt. Die Kirche war immer gut besucht: Sie wurde nicht nur von Eisenbahnern, sondern auch von Bauern aus den umliegenden Dörfern Zaruchje, Isakova Gora, Valdushki, Lachta und Cholm besucht.
Im Jahr 1924 wurde die Kirche geschlossen und in einen Sportraum umgewandelt, später wurden dort Schulwerkstätten eingerichtet. 1930 wurde hier ein Geschäft eröffnet, das von den Gläubigen lange Zeit boykottiert wurde, um gegen die Entweihung der Kirche zu protestieren. Erst fast 70 Jahre später wurde die Kirche durch die Bemühungen der Gläubigen und des Priesters Vater Wladimir Gangur, der ihr erster Pfarrer wurde, wiederhergestellt. Es war unmöglich, das frühere äußere Erscheinungsbild und die innere Ausstattung wiederherzustellen, aber das Wichtigste war, dass die Gemeindemitglieder wieder die Möglichkeit hatten, in der Kirche zu beten.
Am 7. August 1994 weihte der Dekan der Kathedrale, Protopresbyter Wladimir Kuziv, die Kreuze der Kirche, und die erste Liturgie fand am 15. Oktober 1995 statt.
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