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Die Kirche der Schutzheiligen Gottesmutter in Kunya

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Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die alte hölzerne Schutzkirche in Kunya stark verfallen. 1809 begann der Bau einer neuen Steinkirche. Um die Baustelle mit Materialien zu versorgen, wurde im Dorf eine Ziegelfabrik errichtet, die 30.000 Ziegel pro Jahr produzierte. Die Kirche wurde 1816 fertiggestellt, bereits nach dem Vaterländischen Krieg. Dieses Datum ist im vorrevolutionären Verzeichnis der Kursker Diözese vermerkt.

Die Kunya-Kirche wird von Fachleuten des Kursker Heimatmuseums, die vor einigen Jahren eine kunsthistorische Expertise durchführten, als "einfach, mit einer Kuppel, sechssäulig, dreichörig, mit gedrungenen Proportionen" beschrieben.

Wer genau der Initiator und Hauptbauer der neuen Kirche in Kunya war, ist bisher nicht bekannt. Kürzlich wurden bei der Planung des Geländes um die Kirche mit einem Bulldozer zwei Grabplatten aus dem Boden geholt. Die Inschriften darauf berichten, dass hier der Hofrat Andrei Tels, gestorben 1829, und der Kapitänleutnant der Marine Alexander Tels, der vier Jahre zuvor verstorben ist, beigesetzt sind. Da der Unterschied in den Geburtsdaten gering ist, kann man annehmen, dass sie Brüder waren. Im benachbarten Dorf Rzhavets besaßen die Tels ein Gut, möglicherweise als Belohnung für ihren Dienst. Wahrscheinlich haben sie aktiv am Bau der Schutzkirche mitgewirkt, da sie testamentarisch wünschten, sich an ihren Mauern beerdigen zu lassen. In Rzhavets heißt eine der Straßen bis heute Telsova.

In Rzhavets lebte auch die Grundbesitzerin Platonova, bekannt als Platonicha. Sie ließ auf eigene Kosten an die Kunya-Kirche die Wladimir-Kapelle anbauen, möglicherweise auch die Iwer-Kapelle. Aus Respekt vor ihr begannen die Gottesdienste in der Kirche an Feiertagen und Sonntagen nicht, bevor sie ankam. Der Glockenläuter beobachtete vom Glockenturm aus das Erscheinen ihrer Kutsche und begann zu läuten, um ihre Ankunft zu begrüßen.

Vor der Revolution benutzten die Kunya-Glockenläuter vier Glocken, die von der hölzernen Kirche übrig geblieben waren. Jetzt versammeln sich die Gläubigen zum Gottesdienst unter dem Klang einer großen Glocke, einer kleinen Glocke und einem abgeschnittenen Sauerstofftank.

Geo-Punkt

Храм Покрова Пресвятой Богородицы в Кунье

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